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Projekt „wellcome“ unterstützt junge Familien

Wenn das eigene Netz nicht reicht

Greven/Reckenfeld

In der vergangenen Woche lief die Woche des bürgerschaftlichen Engagements, in der viele Aktionen rund um das Ehrenamt stattfinden. Auch das Projekt „wellcome“ definiert sich durch ehrenamtliche Hilfe, bei der Familien mit Babys bis zu einem Jahr unterstützt werden.

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Mütter, die sich erschöpft oder auch überfordert fühlen oder sich einfach mehr Zeit für sich und/oder ältere Geschwister wünschen, können ihren Bedarf an „wellcome“-Unterstützung anmelden. Foto: wellcome

Der „wellcome“-Standort Greven hat im Rahmen des City-Festes sich und sein Konzept vorgestellt. Sandra Kindler war mit einer ehemaligen und einer aktiven Ehrenamtlichen sowie der Landeskoordinatorin NRW, Andrea Berghaus-Micke, vor Ort und hat die Interessierten informiert und beraten. Außerdem wurde eine durch Sachspenden organisierte Tombola bereitgestellt, bei der Kinder verschiedenen Alters etwas gewinnen konnten.

Ein zumeist diskussionswürdiger Gesprächsanlass war die Fragestellung, ob Familien heute stärker belastet sind als früher, zu der die Passanten nach ihrer persönlichen Meinung befragt wurden. Der Großteil der Befragten war der Meinung, dass Familien heutzutage deutlich stärker belastet seien. Wobei die Belastung heute weniger eine körperliche sei, wie noch vor einigen Jahren, sondern mehr geprägt sei durch den psychischen Druck, dem Familien heute ausgesetzt sind. Finanzielle Sorgen, die auch Mütter schon nach kurzer Babypause zurück in den Beruf drängen, Eltern und Großeltern, die entweder nicht vor Ort oder aufgrund ihrer eigenen Situation noch berufstätig sind und weniger unterstützen können als früher, aber auch der gesellschaftliche Druck, alles immer perfekt machen zu müssen, setzen den Familien heute zu. Natürlich profitieren wir heute von technischem Fortschritt, dennoch sei weniger Familienzeit über als noch in der vorherigen Generation. „Dies führt häufig zu Erschöpfungs- und /oder Überforderungszuständen bei den Familien“, heißt es in einer „wellcome“-Mitteilung.

An diesem Punkt setzt „wellcome“ an, denn die Koordinatorin Sandra Kindler vermittelt bei Bedarf Ehrenamtliche in Familien, deren gesellschaftliches Netzwerk an manchen Stellen nicht ausreicht. Mütter aus allen gesellschaftlichen Schichten, die sich erschöpft oder auch überfordert fühlen oder sich einfach mehr Zeit für sich und/oder ältere Geschwister wünschen, können per Mail oder Telefon ihren Bedarf an „wellcome“-Unterstützung anmelden. Zeitnah vermittelt die Koordinatorin dann eine Ehrenamtliche aus ihrem Team, welche dann ein bis zwei Mal in der Woche, für zwei bis drei Stunden Zeit in der Familie verbringt und sich um das Baby kümmert, während die Mutter anderen Dingen nachgehen kann.

Wer neugierig geworden ist auf ein ehrenamtliches Engagement bei „wellcome“ oder das Gefühl hat, selbst Unterstützung zu brauchen oder jemanden zu kennen, auf den dies zutrifft, kann Kontakt herstellen: greven@wellcome-online.de, ✆ 0151/46 14 29 31, oder über die Kita Villa Kunterbunt, Schwester-Dora-Straße 12 in Reckenfeld.

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