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Treffpunkte für junge Menschen

Wenn Jugendliche als Problem gelten - immer weniger „wilde Orte“ in Greven

Greven/Reckenfeld

Wilde Orte – so nennen die Pädagogen der Jugendarbeit Treffpunkte, an denen Jugendliche unter sich sein können. Davon gibt es immer weniger, weil es oft Ärger gibt.

Von Oliver Hengst

Die Bänke am Deich gehören zu den Treffpunkten in Greven für Jugendliche, die unter sich sein wollen. Foto: Oliver Hengst

Sobald die Polizei auftaucht, geben die jungen Leute Fersengeld. Ganz normal, findet sogar der frühere Polizist Ulrich Stratmann. „Als wir Jugendliche waren, war dieser Reflex genauso da. Sobald der grün-weiße Wagen auftauchte waren wir weg“, sagte er, als es im Jugendhilfeausschuss um das Thema „Wilde Orte“ ging. Also um Treffpunkte, die sich Jugendliche suchen, fernab des Elternhauses, fernab von Schule und Einrichtungen der Jugendarbeit; Orte, an denen sie unter sich sein können. Es gibt Dutzende dieser wilden Orte im Stadtgebiet. In Greven sind die Bänke und Treppen am Deich sehr beliebt, auch die Dirtbahn, und natürlich Spielplätze. Auch das Parkhaus am Bahnhof ist ein Treffpunkt. Nicht heimelig, aber etwas wettergeschützt – zum Rauchen reicht‘s. In Reckenfeld beliebt: unter anderem der Reutersee („Baggerloch“). „Leider ist es aber so, dass es immer weniger dieser Orte gibt“, sagte Gordon Ziegner (Jugendarbeit Karderie).

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