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Umfrage unter Jugendlichen läuft in der City weiter

„Wir reden über Probleme und Gefühle“

Greven

2020 hatte das Jugendkulturzentrum der Karderie eine Umfrage am Niederort gestartet: Wie geht es den Kindern? Was treibt sie um? Welche Sorgen haben die Kleinsten unserer Gesellschaft?Weil das gut ankam und die Resonanz positiv war, gibt’s dieses Jahr einen zweiten Versuch.

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Insa Evelt und Gordon Ziegener sprechen in der Innenstadt vor allem Kinder und Jugendliche an. Foto: Luca Pals

Dass sie ihr Banner 2021 noch einmal ausbreiten werden, daran hatten sie im vergangenen Jahr wohl nicht gedacht – und schon gar nicht gehofft. Aber: Die Corona-Pandemie findet noch kein Ende, aktuell herrscht vielmehr die Angst vor einer möglichen dritten Welle. Die Situation von Kindern hat sich daher kaum geändert zu 2020.

Damals hatte das Jugendkulturzentrum der Karderie eine Umfrage am Niederort gestartet: Wie geht es den Kindern? Was treibt sie um? Welche Sorgen haben die Kleinsten unserer Gesellschaft?

Weil das gut ankam und die Resonanz positiv war, gibt’s dieses Jahr einen zweiten Versuch. Am Mittwochnachmittag breiteten Gordon Ziegener und Insa Evelt das Banner für alle gut sicht- und lesbar aus: „Wir wollen einfach das Bewusstsein weiter schärfen“, sagt Ziegener. „Das Thema ist zwar in der öffentlichen Wahrnehmung angekommen, aber an der einen oder anderen Stelle fehlt es vielleicht noch ein bisschen.“

Außerdem würde alleine das Nachfragen bei Kindern viel bewirken: „Wir reden mit ihnen über ihre Probleme und Gefühle – das ist doch auch schon sehr wichtig“, sagt Ziegener. Einige Ergebnisse aus dem vergangenen Jahr sind auf dem Plakat noch zu sehen. Wünsche, die bisher noch nicht in Erfüllung gegangen sind, sind zu lesen: „Dass Corona vorbei ist.“ Das Endergebnis, sagen die beiden, solle Auskünfte über die Lage von Kindern und Jugendlichen geben. Mithilfe von verschiedenen Emojis könnten die Kinder ihre Gefühle am besten vorstellen. Der Politik möchte man schlussendlich einen „wertfreien Sachstand“ an die Hand geben.

Bemerkenswert nannte Evelt die Offenheit der Kinder: „Uns wurde schon gesagt, dass es sie nervt, dass die Erwachsenen sich oft nicht an die Corona-Regeln halten würden und manche sehr egoistisch in der aktuellen Situation seien.“ Die Umfrage wird in der kommenden Woche weitergeführt. Dann wird das Team der Karderie Montags- und Dienstagsnachmittags wieder in der Stadt unterwegs sein.

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