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Mieten und Kaufen

Wohnen immer teurer

Greven

Die Mieten in Greven kennen zuletzt nur eine Richtung: nach oben. Das geht aus dem Wohnungsmarktprofil hervor, den die NRW.BANK jüngst veröffentlicht hat. Zwischen 2013 und 2015 ist die mittlere Nettokaltmiete für Bestandswohnungen in der Emsstadt um 4,1 Prozent gestiegen. Aktuell werden pro Quadratmeter im Schnitt 5,90 Euro Kaltmiete fällig.

Oliver Hengst

Den eigenen Traum vom Haus verwirklichen – dafür müssen Bauherren in Greven immer tiefer in die Tasche greifen. Auch die Mieten steigen, Zeugnis einer weiterhin hohen Beliebtheit des Standortes.   Foto: oh

Wer den steigenden Preisen auf dem Mietmarkt entrinnen möchte, indem er den Traum vom Eigenheim verwirklich, hat allerdings schlechte Karten. Denn in diesem Segment stiegen die Preise im selben Zeitraum noch sehr viel deutlicher – nämlich um satte 13,8 Prozent. Aktuell blättern Käufer von Eigenheimen in Greven im Mittel gut 204 000 Euro auf den Tisch. Und das, obwohl der mittlere Preis für baureifes Land mittelfristig sogar gesunken ist: in den vergangenen zehn Jahren um 2,7 Prozehnt. Derzeit müssen Käufer von baureifem Land pro Quadratmeter etwa 180 Euro einkalkulieren.

Aus den steigenden Preisen für Mietwohnungen und Eigenheime lässt sich eine nach wie vor hohe Beliebtheit der Stadt bei Paohl- und Neubürgen ablesen. Vor allem die Lage im sogenannten Speckgürtel von Münster wirkt sich aus.

Die meisten Wohnungen in Greven sind im Übrigen in klassischen Ein- und Zweifamilienhäusern untergebracht. Fast 61 Prozent der Wohnungen in Greven entfallen auf diesen Haustyp. In anderen Städten ähnlicher Größe liegt der Anteil bei 58 Prozent, landesweit gar nur bei 41 Prozent. Auf ganz NRW bezogen sind die meisten Wohnungen (nämlich 54 Prozent) in Mehrfamilienhäusern untergebracht. In Greven nicht: Hier sind es nur 35,5 Prozent und damit nochmals weniger als in vergleichbar großen Städten.

Der Anteil der Wohnungen in Altbauten (vor 1970 gebaut) ist in Greven mit gut 34 Prozent sehr gering, in Vergleichsstädten liegt dieser Anteil bei 46 Prozent – deutliches Zeugnis einer regen Bautätigkeit in Greven in den zurückliegenden Jahren. Neben dem Stockkamp, einigen mittelgroßen Baugebieten in Reckenfeld und weiteren kleineren Neubauprojekten in der Stadt macht sich hier vor allem die Wöste bemerkbar, die deutlich schneller bebaut wird, als zunächst geplant. Die Nachfrage ist nach wie vor hoch – und wird es wohl weiter bleiben. Darauf deuten weitere Indikatoren hin, die die NRW.BANK analysiert hat.

Folge: ein weiterer Bevölkerungsanstieg. Nach Angaben der Banker (beruhend auf Berechnungen von IT.NRW, dem früheren statistischen Landesamt) wird Greven im Jahr 2035 an der 40 000-Einwohner-Marke kratzen, um sie im Jahr 2040 bereits deutlich hinter sich gelassen zu haben.

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