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Mirna Sarazzin engagiert sich im Förderverein der Erich-Kästner-Grundschule

Zurück zu den Wurzeln

Reckenfeld

Bis zum fünften Lebensjahr wohnte Mirna Sarazzin mit ihren Eltern auf der Adlerstraße, dann zog sie mit ihrer Mutter als Fünfjährige nach Greven. Jetzt lebt sie wieder in Reckenfeld.

Rosemarie Bechtel

Mirna Sarazzin an der Terrasse in ihrem Garten. 2009 bezog sie zusammen mit ihrem Mann eine Wohnung in Reckenfeld, sechs Jahre später, 2014, zog sie dann mit ihrer eigenen Familie in eine Wohnung im Haus der Oma. Foto: Rosemarie Bechtel

Bevor Mirna Sarazzin anfängt zu erzählen, wie sie wieder dorthin zurückgekommen ist, wo sie die ersten Jahre ihres Lebens verbrachte, stellt sie erst einmal klar: „Ich bin nicht verwandt mit dem Autor Thilo Sarrazin“.

Bis zum fünften Lebensjahr wohnte sie mit ihren Eltern auf der Adlerstraße, dann zog sie mit ihrer Mutter als Fünfjährige nach Greven. Nun, vielleicht war (und ist) Greven in einem gewissen Jugendalter auch cooler als Reckenfeld, denn auch sie sagte als Jugendliche: „In Reckenfeld möchte man nicht tot überm Zaun hängen.“ Heute sieht sie das ganz anders, schwärmt von dem Haus und Grundstück dass ihr, ihrem Mann und ihren Kindern sehr ans Herz gewachsen ist.

Später machte sie ihre Ausbildung zur Röntgenassistentin. Sie wohnte in Köln und arbeitete auch später in Bonn. Hier lernte sie auf einer Party ihren Ingo kennen. „Da war ich 20 Jahre alt. Wir haben uns jedoch wie-der für einige Jahre aus den Augen verloren. Er kam aus Neuss. 2008 haben wir uns spontan wieder getroffen. Er hatte mich über Stay friends gesucht, und ich plante zu dem Zeitpunkt gerade eine Rucksackreise nach Thailand und suchte eine Mitreisende. Genau da kam Ingo wieder in mein Leben, und wir machten diese Reise gemeinsam“, erzählt die 42-Jährige lachend. „Ab da waren wir ein Paar, er wohnte in Saarbrücken, ich in Bonn“.

Dann ging alles recht schnell. Die Beiden suchten 2009 eine Wohnung in Reckenfeld, weil sich inzwischen Nachwuchs angekündigt hatte. Die fanden sie auf der Bahnhofstraße. „Wenn man Familie hat, ist es einfach wichtig und auch hilfreich, wenn Großeltern in der Nähe sind. Ohne Unterstützung seitens der Großeltern wäre vieles nicht machbar. Ich bin ja auch weiterhin in meinem Beruf, jetzt im Uni- Klinikum Münster, tätig“.

2014 zog sie dann mit ihrer eigenen Familie in eine Wohnung im Haus der Oma, wo sie als Kind die ersten fünf Jahre wohnte. Für sie ist es ein Haus mit Geschichte. Die Großeltern haben es mit eigenen Händen gebaut. Als Oma Ruth (Röhrs) 2014 starb, übernahm die junge Familie das ganze Haus, baute es zum Einfamilienhaus um. „Nebenan wohnt mein Vater mit seiner Frau, meine Mutter wohnt mit Partner ebenfalls hier in der Nähe, besser geht es nicht, wenn man zwei Kinder hat und sich gut versteht“.

Nähen, Gemüse züchten, Garten in Ordnung halten – das alles ist schon ein Vollzeitprojekt mit Job und zwei Kindern. Trotzdem ist es für sie selbstverständlich, dass sie sich im Förderverein der Erich-Kästner-Grundschule einbringt. Kinder schminken, bei Aktionen Waffeln und Kuchen backen, das macht ihr viel Spaß. „Mein Wunsch ist, dass sich viel mehr Menschen in den Förderverein einbringen. Die Mitgliedschaft kostet nur einen Euro pro Monat, da wäre es doch toll, mehr Eltern und Großeltern dem Förderverein beitreten würden. Der Förderverein unterstützt Projekte, die Kinder stark machen, wie „Mein Körper gehört mir“ oder das Coolness Training. Letztgenanntes ist wichtig für Kinder, die gewisse Dinge nicht von zu Hause vermittelt bekommen. Die Pädagogen, die das vermitteln, kosten Geld, das gut in die Kinder investiert ist“, wirbt sie für diese Sache.

„Es ist ein Traum hier zu wohnen“, betont sie, und da sie gastfreundlich ist, gibt es auch mal ein Fest für Freunde und Nachbarn im tollen Familiengarten.

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