1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Kreis-steinfurt
  6. >
  7. Honig für den guten Zweck

  8. >

Maria-Josef-Hospital übernimmt Bienenpatenschaft

Honig für den guten Zweck

Greven

Es ist eine Geschichte über Familienzusammenhalt, Ideenreichtum und echte Inklusion: Markus Linnenbaum gründete „Rheines Honiglikör“ 2018, um seiner behinderten Tochter Marie-Sophie später einen Arbeitsplatz bieten zu können. Zwei seiner Bienenvölker arbeiten ab sofort im Park des Maria-Josef-Hospitals.

(Imker Markus Linnenbaum (l.) mit Gärtner Sven Siepert und Chefärztin Kathrin Engels im Park des Maria-Josef-Hospitals. Foto: MJH

80 000 Bienen sind in den Park des Maria-Josef-Hospitals gezogen. Zwei Bienenvölker stehen jetzt dort, umringt von Linden – wie der Standort des Krankenhauses an der Alten Lindenstraße richtig vermuten lässt. Und das verspricht: jede Menge Lindenblütenhonig. Bei seinem letzten Besuch war Markus Linnenbaum noch Patient von Chefärztin Kathrin Engels, die ihn im Maria-Josef-Hospital operiert hat.

Erstes Bienenkrankenhaus dieser Patenschaft

Jetzt kam der Gründer von Rheines Honiglikör in seiner Funktion als Imker erneut ins Krankenhaus. Denn Markus Linnenbaum stellt Bienenvölker auf dem Betriebsgelände von Unternehmen auf, pflegt die Bienen dort vor Ort und kümmert sich jährlich um das Ernten des Honigs.

Dieses Angebot in Form einer Bienenpatenschaft hat auch das Maria-Josef-Hospital sehr gerne angenommen und ist damit das erste Krankenhaus unter Linnenbaums Paten. Das Besondere an seinem Bienen-Projekt: Es geht längst nicht nur um Honig. Markus Linnenbaum hat das Inklusionsgewerbe „Rheines Honiglikör“ gegründet, um seiner Tochter Marie Sophie, die mit einer Behinderung lebt, ihre Rente zu sichern. Dafür engagiert er sich, neben seiner Tätigkeit bei einem ambulanten Pflegedienst, fast jede freie Minute.

Auch Förderschulen werden mit den Honigeinnahmen unterstützt

Fünfzig Prozent der Einnahmen aus einer Bienenpatenschaft unterstützt die Rente seiner Tochter. Mit den anderen fünfzig Prozent werden Förderschulen im Kreis Steinfurt unterstützt. Hier stellt Linnenbaum die Bienenvölker kostenlos auf und arbeitet mit den Kindern in einer Bienen-AG, in der sogar ein Bienen-Führerschein gemacht werden kann.

„Ich bewundere Herrn Linnenbaum für sein Engagement und bin sehr glücklich, dass wir sein großartiges Bienen-Projekt unterstützen und dafür im kommenden Jahr sogar unseren eigenen Maria-Josef-Hospital-Honig genießen können“, freut sich Chefärztin Kathrin Engels bei der Übergabe der Urkunde für die Bienenpatenschaft. Gleich zwei Bienenvölker mit je 40 000 Bienen inklusive einer Königin, stellte Linnenbaum im Krankenhauspark auf.

Weitere Attraktion für Krankenhausbesucher

Die Bienenstöcke wurden von ihm sogar eigens mit dem Logo des Krankenhauses, dem Tau-Zeichen, bemalt. Krankenhausgärtner Sven Siepert hat extra einen gut geschützten, ruhigen Platz für die Bienen vorbereitet. Besonders spannend wurde es beim ersten Landeanflug des Rettungshubschraubers, den die Bienen allerdings ganz gelassen hingenommen haben.

Patienten, die sich mit ihrem Besuch im Krankenhauspark aufhalten, können neben den Fischen im Teich nun eine weitere tierische Attraktion bestaunen. Und falls mal jemand gestochen wird? Dann wird die betroffene Person im Maria-Josef-Hospital bestens versorgt.

Startseite