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Interessengemeinschaft Geometerpfad findet den Trigonometrischen Punkt

Abenteuerliche Suche erfolgreich

Horstmar/Schöppingen

Mitglieder der Interessengemeinschaft Geometerpfad aus Borken/Rhedebrügge haben auf dem Schöppinger Berg den Trigonmetrischen Punkt gesucht.

Von und

Clemens Kappelhoff (l.), Pächter der Ackerfläche, und Mitglieder der Interessengemeinschaft Geometerpfad Borken/Rhedebrügge stellten sich am Ende des Ortstermins zum Erinnerungsbild auf. Foto: Interessengemeinschaft Foto: Foto: Interessengemeinschaft Foto: Interessengemeinschaft Foto: Interessengemeinschaft

Mitglieder der Interessengemeinschaft Geometerpfad aus Borken/Rhedebrügge waren kürzlich auf dem Schöppinger Berg aktiv, um den dort vor rund 150 Jahren eingegrabenen Trigonometrischen Punkt (TP) 1. Ordnung des Deutschen Koordinatensystem zu suchen. Mit Feldzirkel, Stahlmessband und GPS-Gerät ging es los. Anhand von Bezugsmaßen zu Wegeachsen, wie diese im Jahr 1964 vorhanden waren, wurde die Suchstelle ermittelt. „Erstaunlich geringe Abweichungen zwischen den Messmethoden mit Feldzirkel, Messband (Einmessung bezogen auf Wegeachsen), Trecker-GPS (Stefan Kappelhoff) und einem GPS-Gerät aus der Vermessungstechnik, haben sich ergeben“, heißt es in einem Pressebericht der Interessengemeinschaft.

GPS

Mit einer dünnen Suchstange aus Metall hat Josef Brand von der IG Geometerpfad umgehend die Lage der Bodenplatte feststellen können. Mit Spaten und Schaufel wurde dann fleißig gegraben. Nach kurzer Zeit war die unterirdische Sicherung, eine fein behauene Granitplatte in den Maßen 0,75 mal 0,75 Meter im gesamten Umfang gut sichtbar. In der Mitte dieser 0,55 Meter tief im Boden liegenden Granitplatte befindet sich ein eingemeißeltes Kreuz.

Spaten und Schaufel

In Richtung auf den Kirchturm von Horstmar wurden noch zwei Sicherungsmarken aufgesucht. Bei 8,64 Metern fand sich ein Hohlziegel in 0,3 Meter Tiefe; bei 19,95 eine Platte 0,30 mal 0,30 Meter mit mittig eingemeißeltem Kreuz in 40 Zentimetern Tiefe.

In rückwärtiger Verlängerung der großen Platte/Kirchturm Horstmar wurde bei dem Maß 19,89 ebenfalls eine Sicherungsplatte, Maße 0,30 mal 0,30 Meter, in 35 Zentimeter Tiefe gefunden.

„Bis zirka 2010 hat in dem Acker noch der Granitstein sichtbar gestanden, dann war der Stein plötzlich weg“, berichtete Grundstücksnutzer Clemens Kappelhoff. Mit ihm wurde abgesprochen, die Grabungslöcher noch offen zu lassen. Sein Sohn Stefan sollte diese später mit dem Frontlader wieder verfüllen. Nach rund eineinhalb Stunden war der Einsatz, den die Beteiligten als interessant erlebten, beendet. Clemens Kappelhoff berichtete beim Abschied, dass alles durch ein Zufallstreffen am Museumswagen (9. Mai 2021 - Europawoche) an der Ruthenbank in Rhedebrügge, bei dem auch seine Frau Christiane mit dabei war, verabredet worden sei. Er freut sich darüber, dass die Mitglieder von Geometerpfad ein derartiges Interesse am Vermessungspunkt auf dem Schöppinger Berg haben.

Kirchturm

Bei der ersten Einschätzung der Lage des TP war man davon ausgegangen, dass sich der Vermessungspunkt auf dem Gebiet des Kreises Borken, – weil Lagebezeichnung „Schöppinger Berg“ – befindet. Nach Eingang der Beschreibung des LFP von der Bezirksregierung Köln war jedoch klar, dass es sich um die Gemarkung Horstmar, Kreis Steinfurt (zirka 300 Meter westlich des Trigonometrischen Punktes verläuft die Kreisgrenze) handelt.

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