1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Horstmar
  6. >
  7. Anwohner fordern einen Wall

  8. >

„Schadensbegrenzung und Wiedergutmachung“ beantragt

Anwohner fordern einen Wall

Horstmar

Der Kahlschlag an der Koppelstraße (L 580) in Horstmar erhitzt weiterhin die Gemüter. Dass die Maßnahme der Stadt Horstmar so ein Ausmaß annimmt, haben die meisten der Anwohner nicht geahnt. Im Namen einiger von ihnen hat Norbert Gesing als „Schadensbegrenzung und Wiedergutmachung“ einen Antrag an den Bürgermeister gestellt, einen Wall aufzuschütten, um für die Anlieger einen Sicht- und Lärmschutz zu schaffen.

Von Sabine Niestertund

Im Herbst 2021 sah es an der Koppelstraße (L 580) noch so aus. Foto: Anjob

Nach wie vor auf viel Unverständnis und Entsetzen stößt die Rodungsmaßnahme an der Koppelstraße (L 580), bei der in der vergangenen Woche zahlreiche Bäume auf den Stock gesetzt oder gefällt worden sind. Zwar wussten die Anlieger, dass die Stadt Horstmar die Bäume am direkten Straßenrand aus Sicherheitsgründen beseitigen lassen wollte, doch mit so einem „Radikalschnitt“, der bis an die Grundstücksgrenze Schwalbenweg Nr. 8 heranreicht, hatte kaum jemand gerechnet.

Nach dem Abrücken der Bagger und Arbeitsfahrzeuge zeigt sich noch deutlicher, dass von dem einst wild gewachsenen Wäldchen nicht mehr viel übrig geblieben ist. Ein Anblick, der nicht nur viele der Anwohner ärgert und schmerzt, sondern auch einige der vorbeifahrenden Passanten irritiert.

„Durch den Kahlschlag und das Abräumen des Waldes an der Koppelstraße ist für die Anwohner des Koppelfeldes eine Situation entstanden, für die über Jahrzehnte von Natur aus und auch durch Nachpflanzungen kein Ersatz und keine Wiedergutmachung des angerichteten Schadens erreicht werden kann“, beklagt Norbert Gesing, der einen Bürgerantrag mit besonderer Dringlichkeit an Bürgermeister Robert Wenking und die Mitglieder des Stadtrates gerichtet hat.

Darin fordert der Bürger – auch im Namen einiger Anwohner –, dass zur „Schadensbegrenzung und Wiedergutmachung“ ein Wall an der Koppelstraße aufgeschüttet wird. Das könnte gegebenenfalls mit dem Abraum der Baugebiete erfolgen.

Um einen Sicht- und Lärmschutz für die Anlieger zu erreichen, müsse dieser deutlich 1,5 bis zwei Meter oberhalb des Straßenniveaus angelegt werden. Der Wall solle schließlich mit heimischen Baum- und Straucharten bepflanzt werden. „Der Lärmschutz wäre dann möglicherweise in zwei bis drei Jahren wieder hergestellt“, so der Antragsteller, der hofft, dass sich vor Ort wieder eine Pflanzen- und Tierwelt entwickelt.

Zudem wird der Bürgermeister gebeten, keine weiteren Fällungen und Rodungen – solche hat die Stadt auch für die Ecke Koppelstraße/Warnsvelallee angekündigt – durchführen zu lassen, damit die betroffenen Tiere noch ein kleines Rückzugsgebiet haben.

Norbert Gesing hofft, dass sein Antrag bereits in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Bauen, Stadtentwicklung, Klima und Mobilität, die für den 17. Februar (Donnerstag) vorgesehen ist, behandelt wird.

Startseite
ANZEIGE