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38. Occhi-Ausstellung am letzten Mai-Wochenende im Rathaus

Corona-Zwangspause gut genutzt

Horstmar

Freunde einer besonderen Handwerkskunst kommen am 28. und 29. Mai auf ihre Kosten: Dann sind wieder filigrane Occhi-Handarbeiten im Rathaus zu sehen. Dabei handelt es sich um Exponate aus aller Welt, kündigt Organisatorin Martina Boll an. Während der 34. Occhi-Ausstellung sind Arbeiten von elf Teilnehmenden zu sehen, die unter anderem aus Deutschland, Frankreich und den Niederlanden kommen.

Von Rainer Nixund

Lässt ihrer Kreativität freien Lauf, die Occhi-Gruppe um Martina Boll (r): Mathilde Rose, Hedwig Breuing und Ingeborg Uieß (v.l:). Foto: Nix

Zuletzt in 2019 konnten die Freundinnen und Freunde filigraner Occhi-Handarbeiten eine Fülle faszinierender Exponate aus aller Welt in Horstmar bewundern. Nach zweijähriger Pause freut sich Organisatorin Martina Boll aus Rosendahl-Osterwick, am letzten Mai-Wochenende zur 34. Ausstellung ins Rathaus einladen zu können.

Niederlande

Am 28. Mai (Samstag) ist die Präsentation von 12 bis 18 Uhr und am 29. Mai (Sonntag) von 10 bis 16.30 Uhr geöffnet. Am Samstag um 11 Uhr wird der stellvertretende Bürgermeister Ludger Hummert die Ausstellung offiziell freigeben. Für drei Euro Eintritt kann jeder sich in die Welt dieser ganz besonderen Handarbeitskunst entführen lassen.

Rathaus

„Diesmal kommen elf Aussteller in die Burgmannstadt“, so Boll, darunter Deutsche, Niederländer und Franzosen. Die Palette der Nationen ist nicht ganz so vielfältig wie gewohnt, denn Corona ist leider auch in anderen Ländern noch ein Thema. „Unsere japanische Occhi-Freundin kann auf Grund der drastischen Quarantäne-Vorschriften, 14 Tage vor und 14 Tage nach dem Flug, nicht dabei sein“, erläutert die Organisatorin. Aber es ist auch eine neue Ausstellerin aus dem Raum Dresden vor Ort, allerdings nur am Samstag.

Frankreich

Die Occhi-Gruppe um Martina Boll mit Ingeborg Uieß aus Burgsteinfurt, Mathilde Rose aus Schöppingen-Eggerode, Hedwig Breuing aus Rosendahl-Darfeld und Maria Konermann aus Borghorst haben Schiffchen und Faden in den vergangenen zwei Jahren nicht aus der Hand gelegt. „Ich bin auf dem Upcycle-Trip“, sagt Ingeborg Uieß. Sie findet es toll, alten Textilien neues Leben einzuhauchen. So wurde eine alte blaue Tischdecke zur „Tortentasche“, ausgediente Oberhemden mutierten zum Kissenbezug. Zur Krönung verzierte sie die Neuschöpfungen mit Occhi-Ornamenten. Martina Boll berichtet von der Weihnachts- und Osterkarten-Aktion. Zum ersten Mal stand beim Deutschen Occhi-Ring auch der Austausch von Ostergrußkarten auf dem Plan. Mathilde Rose stellte in der Pandemiezeit endlich ihren langen Schal fertig. Außerdem schuf sie viele Ostermotive für die Grußkartenaktion. Hedwig Breuing fertigt mit Begeisterung Stofftaschentücher im Occhi-Stil. „Die nutze ich natürlich auch“, sagt sie.

„Bei uns kann jeder reinschnuppern, der Spaß daran hat“ , sagen die Occhi-Handwerkerinnen. Es ist ein kreatives Miteinander, Konkurrenz kein Thema. Jede hat ihren kreativen Stil und setzt entsprechende Schwerpunkte. Das ist letztlich bei allen Occhi-Begeisterten so.

Heute steht diese spezielle Handarbeit jedem offen, vor Jahrhunderten war es den Damen des Hochadels vorbehalten. Jeder ist eingeladen, Kontakte zu knüpfen und sich von der Vielfalt der Motive, die im alten Horstmarer Rathaus gezeigt werden, verzaubern zu lassen.

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