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Schulleiter berichten im Fachausschuss über ihre Erfahrungen mit Corona

„Das Gemeinschaftsgefühl hat gefehlt“

Horstmar

Befragt nach ihren Erfahrungen und den Auswirkungen der Corona-Pandemie haben die Leiter der Astrid-Lindgren-Schule, der Sekundarschule Horstmar/Schöppingen und des Gymnasiums Arnoldinum (Lernzentrum Horstmar) im Schulausschuss berichtet. Sie zeigten sich froh und dankbar darüber, dass die Schüler nach dem Lockdown wieder in ihren Klassenverbänden zusammenkommen konnten.

Franz Neugebauer

„Die Schule hat einen ganz anderen positiven Stellenwert bekommen. Kinder und Lehrpersonen haben sich riesig gefreut, als sie wieder im Klassenverband zusammenkommen konnten. Das Gemeinschaftsgefühl hat gefehlt.“ So äußerten sich die Schulleiter der Horstmarer Schulen während der jüngsten Sitzung des Schulausschusses, der unter Vorsitz von Petra Raus (CDU) tagte, befragt nach ihren Erfahrungen mit der Corona-Pandemie.

Claudia Geldermann, kommissarische Leiterin der Astrid-Lindgren-Schule, Hubertus Drude, Schulleiter der Sekundarschule Horstmar-Schöppingen und Jochen Hornemann, Leiter des Gymnasiums Arnoldinum schilderten den Mitgliedern des Fachgremiums ihre Erfahrungen mit den Lockdowns.

Homeschooling sei anfangs nur unter erschwerten Bedingungen möglich gewesen, erinnerte sich Claudia Geldermann, da als Endgeräte zum Teil nur Handys zur Verfügung standen. Sie lobte das Engagement ihres Kollegiums, das sich auf den Weg in den technischen Fortschritt begeben habe.

Zeitfresser mit zusätzlich organisatorischem Aufwand seien die Tests gewesen. Zudem habe es Erschwernisse durch den derzeitigen Erweiterungsbau an der Grundschule in Horstmar gegeben. Geldermann freute sich über die gemeinsame Abschlussfeier. Diese sei auch für die anderen Schulen vorgesehen, bestätigten deren Schulleiter.

Jochen Hornemann berichtete, dass die Abiturnoten dieses Jahres über dem Durchschnitt vergangener Jahre lagen. Es habe keine Verwerfungen gegeben. Das liege nicht an einer besseren Beurteilung, denn dafür gebe es allgemeine Standards. Der Schulleiter führte das auf die Selbstorganisation der Abiturienten zurück. Sie hätten gelernt, selbstständiger zu arbeiten. Trotzdem gehe nichts über Präsenzunterricht, er vermittele den Schülern mehr Sicherheit.

Hornemann beklagte den enormen Umfang an Verordnungen und Regelungen, die zu einem erheblichen zeitlichen Einsatz geführt hatten. Auch an seiner Schule habe die Digitalisierung einen positiven Schub erhalten.

Nach den Worten von Hubertus Drude sei es insgesamt nicht möglich gewesen, alle Informationen zu verarbeiten. Der Schulleiter wünschte sich ein besseres Kommunikationskonzept.

Er lobte, dass die Jugend für die älteren Menschen Verantwortung übernommen habe. Insgesamt sei aber die Schere zwischen guten und weniger guten Schülern weiter auseinander gegangen war so die einhellige Meinung aller drei Schulleiter.

Vorsitzende Petra Raus bedankte sich im Namen des Schulausschusses und des Schulträgers bei den Pädagogen für ihren Einsatz während dieser schwierigen und ungewöhnlichen Zeit.

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