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Zum Saisonende der „Unterwegs-Kirche“ danken Pfarreirat und Pastor Ullrich dem Helfer-Team

Das Gesicht der Christen vor Ort

Laer

Zum Saisonende der „Kirche unterwegs“ haben der Pfarreirat unter Regie von Clemens Hullermann und Pastor Andreas Ullrich dem Helfer-Trupp gedankt, der die Draußen-Gottesdienste in Laer, Holthausen und der der Beerlage erst möglich gemacht hat, während eines Kirchenkaffees gedankt.

Von Sabine Niestertund

Zum letzten Draußen-Gottesdienst in diesem Jahr trafen sich zahlreiche Gemeindemitglieder am Sonntag auf dem Gelände des ehemaligen Friedhofs. Dort feierten Pfarrer Andreas Ullrich und Pater Adalbert Mantubu das Hochamt, das Kirchenmusiker Lennart Naatz musikalisch mitgestaltete (oben l.). Im Anschluss hatte der Pfarreirat zum Kirchenkaffee eingeladen (oben r.). In dessen Rahmen wurde auch dem Helfer-Team gedankt, das durch seinen Einsatz die „Kirche unterwegs“ in Laer und Holthausen erst möglich gemacht hat. Foto:

Sie ist einzigartig im Münsterland und erfreut sich in Laer und Holthausen gleichermaßen großer Beliebtheit. Gemeint ist die „Kirche unterwegs“, die wegen der Corona-Pandemie vor eineinhalb Jahren in der Pfarrgemeinde Heilige Brüder Ewaldi ins Leben gerufen worden ist. Seitdem ist der Pferdeanhänger, den der Hof Stegemann in Holthausen freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat, an den Wochenenden mehrmals zwischen den beiden Ortsteilen hin- und hergependelt, um die Gottesdienste im Freien möglich zu machen.

Ob auf Bauernhöfen in Holthausen und in der Beerlage, an der Kapelle zu den fünf Wunden im Esch oder am alten Friedhof an der Darfelder Straße in Laer, überall packen fleißige Hände mit an, um die Stühle, den Tisch, der als Altar dient, und die Orgel für Kirchenmusiker Lennart Naatz aus- beziehungsweise wieder einzupacken.

Dank der Routine schafft es der immer wechselnde Einsatztrupp inzwischen bereits in drei Minuten, das Equipment aufzubauen. Doch jetzt ist erst mal Schluss damit. „Nächsten Sonntag sind wir wieder in Kirche“, kündigte Pfarrer Andreas Ullrich während des Hochamts am Sonntag das Ende der Draußen-Kirche an. Dazu hatten sich zahlreiche Gemeindemitglieder auf dem Gelände des ehemaligen Friedhofs versammelt. Um allen Helferinnen und Helfern, die den Anhänger jeweils zum Ort des Geschehens gefahren und dort jeweils aus- und wieder eingepackt haben, zu danken, hatte der Pfarreirat unter dem Vorsitz von Clemens Hullermann im Anschluss an den Gottesdienst zum Kirchenkaffee eingeladen.

„Das, was für die Impfaktion die Bratwurst ist, ist der Kaffee für den Gottesdienst“, scherzte Pfarrer Ullrich, der seine Predigt nicht nur dazu nutzte, auf die Bundestagswahl, sondern auch auf die Caritas-Haussammlung einzugehen. Diese findet ein mal im Jahr im Ewaldidorf statt und ist gerade wieder angelaufen. Dabei würden sich zahlreiche Menschen die „Hacken ablaufen“, um Personen, die in Not seien, zu unterstützen, lobte der Geistliche das ehrenamtliche Engagement der Helfenden.

Ob unterwegs, im Caritas-Lädchen oder in der Kleiderkammer des Pfarrzentrums, überall seien dankenswerterweise Frauen und Männer aller Couleur im Einsatz. Dabei handele es sich sich nur um fromme Christen, sondern unter anderem auch um Unterstützer aus der evangelischen Schwestergemeinde. „Sie alle sind das Gesicht der Christen vor Ort“, betonte der Seelsorger, der sich besonders darüber freute, dass auch zahlreiche Flüchtlinge mitanpacken, um die Kleiderspenden in den Keller des Pfarrzentrums oder zum Lädchen an der Pohlstraße zu bringen.

„Ohne diese Ehrenamtlichen könnten wir gar nicht“, betonte auch die Sprecherin des Caritasausschusses, Marianne Holstein, wie unerlässlich diese Unterstützung für die Verantwortlichen ist.

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