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Erfolgreiche Abschlussübung des Löschzugs Leer an Deitermanns Mühle

Drei Menschen gerettet

Horstmar-Leer

Erfolgreich verlief die Jahresabschlussübung des Löschzugs Leer, die Brandoberinspektor Sebastian Roters und Oberbrandmeister Michael Wallkötter ausgearbeitet hatten. Objekt war Deitermanns Mühle. Dort waren 40 Aktive im Einsatz, darunter auch Mitglieder der Jugendfeuerwehr.

Objekt der Jahresabschlussübung des Löschzugs Leer war Deitermanns Mühle. Aus dieser galt es drei Personen zu retten. Beim Löschen halfen auch Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Dank des großes Teichs in der Nähe war die Wasserversorgung gesichert. Foto:

Radfahrer und Fußgänger auf dem Nahen Weg zeigten sich am Samstag besorgt um die vom Mühlen- und Heimatverein betreute Deitermanns Mühle. Dichter Qualm trat aus den Fenstern und Türen dieses historischen Gebäudes hervor. Als dann noch die Feuerwehr heranbrauste, vermuteten viele das Schlimmste für das besondere Kulturgut. Doch zum Glück war es nur eine gut inszenierte Jahresabschlussübung des Löschzuges Leer der Freiwilligen Feuerwehr Horstmar. Brandoberinspektor Sebastian Robers, erstmals in seiner Funktion des Löchzugführers Leer als Nachfolger des verstorbenen Thomas Selker und Oberbrandmeister Michael Wallkötter hatten sie vorbereitet. Die Beiden hatten im Inneren der Mühle eine Nebelkerze gezündet, die die Sicht in die Innenräume erschwerte. Da es hieß, dass sich im Gebäude Personen befinden, galt die Rettung dieser als oberstes Gebot.

Einsatzleiter war Brandinspektor Tobias Laurenz. Mit schwerem Atemschutz drangen die Aktiven in die Mühle ein. Bereits nach kurzer Zeit konnten drei Personen (Gummipuppen) gerettet werden. Zwischenzeitlich war die Wasserversorgung sichergestellt worden. Wegen der Nähe des großen Teiches stellte das kein Problem dar. Schon nach einer halben Stunde war die Übung beendet. Nach 60 Minuten konnten die Feuerwehrmänner zurück in ihr Quartier, erstmals im neu geschaffenen Aufenthaltsraum des umgebauten Feuerwehrgerätehauses.

Löschzugführer Sebastian Robers zählte an diesem sonnigen Nachmittag 40 Aktive, unter ihnen auch Mitglieder der Jugendfeuerwehr und den Einsatz von fünf Fahrzeugen, darunter auch der Einsatzleitwagen des Löschzuges Horstmar. Er zeigte sich über die hohe Teilnahme ebenso zufrieden wie mit dem Ablauf der Übung. Die „Menschenrettung“ sei gelungen. Es habe sich bezahlt gemacht, dass man während der Corona-Zeit immer wieder in kleinen Gruppen unter entsprechenden Bedingungen geübt habe. „Wir haben nichts verlernt und sind nach wie vor gut aufgestellt, auch was die Mitgliederstärke der Wehr betrifft“, zeigte sich der Löschzugführer zufrieden.

Das Ehepaar Josef und Annette Deitermann als Eigentümer der Mühle beobachteten die Übung und waren erstaunt über den guten Ablauf und das Zusammenwirken aller Aktiven. „Wir haben den Eindruck, dass unser Anwesen im Ernstfall gut geschützt wird. Es war professionell, wie hier gearbeitet wurde.“

Beobachtet wurde die Übung auch von Mitgliedern der Ehrenabteilung. „Die heutige Technik stellt hohe Anforderungen an die Aktiven, so etwas gab es früher nicht“, fasste August Ahlers das Ergebnis seiner Beobachtungen zusammen.

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