Die „Lerrschke Blickband“ feiert in diesem Jahr ihren zehnten Geburtstag

„Eine Bereicherung für das kulturelle Leben“

HOrstmar-Leer

Gäbe es die „Leerschke Blickbänd“ nicht, wäre der der Horstmarer Ortsteil Leer ein ganzes Stück ärmer.Doch zum Glück hatte Frank Wenking vor zehn Jahren die Idee, die Gruppe mit Blechbläsern ins Leben zu rufen, die fortan bei den verschiedensten Anlässen spielte und das kulturelle Geschehen vor Ort enorm bereichert.

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Frank Wenking ist der Gründer und Motor Foto:

Sie sind aus dem geselligen und kulturellen Leben des Ortsteils Leer längst nicht mehr wegzudenken und erfreuen sich großer Beliebtheit. Gemeint sind die Blechbläser unter Leitung von Frank Wenking, die sich vor zehn Jahren zur „Leerschken Blickband“ zusammengeschlossen haben. Seitdem hat es zahlreiche gemeinsame Auftritte gegeben. Ob beim Gottesdienst und der Kranzniederlegung am Ehrenmal für die Schützenvereine Dorf und Ostendorf, bei den Pfarr- und Dorffesten, beim adventlichen Blasen vom Kirchturm von Ss. Cosmas und Damian oder den Feierlichkeiten zur Erinnerung an den Zusammenschluss von Horstmar und Leer vor 50 Jahren und und, die Musiker sind stets dabei.

„Die Blickband ist eine Bereicherung für das Leben in Leer“, bestätigt Ortskulturring-Vorsitzender Franz Arning. Ihre Heterogenität spreche für das gute Miteinander der unterschiedlichen Charaktere. Großes Lob hat er auch für den „Gründer und Motor“ der Gruppe, Frank Wenking, der mit seiner geduldigen und fördernden Art sehr motivierend wirke und die Gruppe zusammenhalte. Er ist auch als Büttredner und Theaterspieler bekannt und hatte die Idee zu dem musikalischen Projekt. So gab es seit vielen Jahren die Dorfkapelle, die allerdings nur aus Akkordeon- und Gitarrenspielern sowie Schlagzeugern bestand. Deswegen sollte das Repertoire im Dorf um Blasmusik erweitert werden.

Frank Wenking war erstaunt, wie gut dieser Vorschlag seinerzeit aufgenommen wurde. Er selbst liebt die Musik und beherrscht mit der Gitarre, dem Tenorhorn, der Trompete, dem Akkordeon, der Blockflöte und dem Dudelsack gleich mehrere Instrumente. Der Funke sprang auf neun Männer über, die sich spontan meldeten. Zur ersten Stunde gehörten Jörg Anthe, Norbert Gerdes, Markus May, Rainer May, Bernd Schmitz (alle Trompete), Günter Kreimer, Ralf May (Posaune), Josef Wickenbrock (Bariton) und Frank Wenking (Tenorhorn). Einige von ihnen konnten zwar Mundharmonika spielen oder das Akkordeon bedienen, Notenkenntnisse waren teilweise nicht vorhanden. Ein Einführungskursus half nach. Dabei wurden die Akteure von Johannes Krabbe und Anja Bareither von der Musikschule Steinfurt unterstützt.

Die ersten Zusammenkünfte der Musikanten fanden zu Beginn des Jahres 2011 statt. „Beim ersten Auftritt auf dem Weihnachtsmarkt konnten wir gerade mal fünf Lieder spielen“, erinnert sich Jörg Anthe. Man habe vorher eine Generalprobe vor einem ausgewählten Publikum (Freunde, Bekannte, Verwandte) gemacht. Wer Lust am Musizieren hat, könne gerne dazu kommen, so Frank Wenking damals. Das gilt auch heute noch. Egal, ob Anfänger oder Fortgeschrittene, jeder ist willkommen. Allerdings sollten die Kinder groß und das Haus gebaut worden sein, um Zeit fürs Musizieren zu zu haben.

Mittlerweile gehören 23 Musiker der Gemeinschaft an. Mit Margit Frahling und Andrea Selker gibt es auch zwei Frauen.

Der Name „Leerschke Blickband“ ist das Ergebnis einer Umfrage auf dem jährlichen „Blick“-Fest, zu dem die Partner eingeladen werden, im Jahr 2013. Darin stecken die plattdeutschen Worte „Leerschke“ für die Ortzugehörigkeit, „Blick“ für Blech, da es sich um Blechblasinstrumente handelt und das Wort „band“, um auszudrücken, dass auch „moderne“ Lieder gespielt werden.

Die Instrumente wurden zum großen Teil aus eigener Tasche finanziert. Da eine Tuba in der Anschaffung sehr teuer war, wurden die Aktiven von Annette Deitermann und Hanne Wilming unterstützt. Sie stellten zwei alte Tuben von ihrem Vater August Hullermann zur Verfügung.

Die Gruppe bedauert, dass Proben und Aufführungen coronabedingt zurzeit nicht stattfinden dürfen. Um das Gemeinschaftsgefühl zu erhalten, hat Frank Wenking zu Weihnachten allen Mitgliedern eine E-Mail geschickt. Sie enthielt zusammengestellte Tonaufnahmen der einzelnen Instrumente.

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