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Beschädigte Pumpen an der Kläranlage mussten erneuert werden

Feuchttücher gehören nicht in die Toilette

Horstmar

Küchenrolle, Taschentücher, abgelaufene Medikamente oder Feuchttücher – all diese Dinge gehören nicht in die Toilette, denn sie führen zu Verstopfungen in Pumpwerken oder legen sie schlimmstenfalls ganz lahm, was erhebliche Kosten verursacht. Davor warnen auch die Klärwärter Josef Ewering, Jan Austrup und Michael Wallkötter sowie die Verwaltungsmitarbeiterin Melanie Wolbeck, die Bereich Abwasserbeseitigung tätig ist.

Die Klärwärter müssen regelmäßig das Pumpwerk, das 1986 errichtet und 2006 überholt wurde, überprüfen. Das Bild zeigt Michael Wallkötter (l.) und Jan Austrup Foto: Foto: Franz Neugebauer

Die gesamten Abwässer der Stadt Horstmar werden zur zentralen Pumpstation geleitet, die hinter hohen Zäunen in der Bauerschaft Niedern verborgen liegt. Von dort aus werden sie über den Schöppinger Berg zur Kläranlage nach Leer gepumpt und dort gereinigt.

„An normalen Tagen kommen in der Pumpstation 1000 Kubikmeter Abwasser an, bei Regen sogar bis 6000 Kubikmeter“, wissen die Klärwärter Josef Ewering, Jan Austrup und Michael Wallkötter zu berichten. Bei Starkregen schaffen die Pumpen die Förderung nach Leer nicht, deswegen befindet sich auf dem Gelände noch ein riesiges Rückhaltebecken.

Zwei Stunden täglich überprüft das Betriebspersonal die Funktion der Anlage und führt genau Buch über die Kontrollen als Nachweis gegenüber den Aufsichtsbehörden. Die Klärwärter berichten, dass sie immer wieder eingreifen müssen, weil sich die Pumpen ansonsten verstopfen würden. Ursache dafür seien Feuchttücher und Hygieneartikel aller Art, die zunehmend in die Toiletten geworfen würden, wo sie allerdings nichts zu suchen hätten. So würden diese sich um die Motorwelle winden und es käme zu einer sogenannten Zopfbildung, beschreiben die Klärwärter die missliche Lage, die dazu geführt hat, dass die Pumpen teilweise erneuert werden mussten. Der Aufwand dafür belief sich auf einen hohen vierstelligen Betrag.

„Die Kosten müssen von allen Bewohnern der Stadt über die Abwassergebühren getragen werden“, erklärt Melanie Wolbeck, Mitarbeiterin der Stadt Horstmar im Bereich der Abwasserbeseitigung. Sie appelliert an die Bevölkerung um entsprechende Rücksichtnahme und betont, dass weder Feucht- und Taschentücher, noch abgelaufene Medikamente ins WC gehören, da sie die Pumpwerke von Kläranlagen nicht nur verstopfen sogar ganz lahm legen könnten, was dann noch teurer würde.

Mehr zu dem Thema findet sich auf der Homepage des Umweltbundesamtes unter www.umweltbundesamt.de/themen/was-darf-nicht-in-die-toilette

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