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Windpark am Schöppinger Berg und dortige Kapelle haben eine lange Geschichte

„Freiheits- und Friedensenergie“

Horstmar

Schon seit 2000 drehen sich zahlreiche Windkrafträder am Schöppinger Berg. Dort wurde vor 22 Jahren der Bürgerenergiepark errichtet. Die Wertschöpfung bleibt in der Region, was die Akzeptanz fördert. Vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs bezeichnete Geschäftsführer Heiner Konzert den dort erzeugten Strom während eines Ortstermins als wichtige „Freiheits und Friedensenergie“.

Sie besuchten die Antoniuskapelle am Schöppinger Berg (v.l.): Hermann ten Winkel, Winfried Mollenhauer (beide CDU Horstmar), Heinz Schütte (Antoniuskapelle), Landtagsabgeordnete Christina Schulze Föcking, Bürgermeister Robert Wenking und Heiner Konert (Windpark) Foto: fn

Die Kerzenspenden und die Einträge ins Buch sind ein beeindruckender Beleg für die zahlreichen Besuche in der Antoniuskapelle auf dem Schöppinger Berg. Der Vorsitzende der Antoniusbruderschaft, Heinz Schütte, begrüßte jetzt im Gebetsraum die Landtagsabgeordnete Christina Schulze Föcking, den CDU-Vorsitzenden Hermann ten Winkel, den CDU-Fraktionsvorsitzenden Winfried Mollenhauer, den Geschäftsführer des Windparks Schöppinger Berg, Heiner Konert, sowie Bürgermeister Robert Wenking.

Schütte berichtete über die Geschichte der Kapelle und über die schwere Beschädigung, nachdem Anfang 2018 ein Lkw in das kleine Gotteshäuschen geprallt war. „Viele suchen hier die Stille im Gebet, insbesondere in persönlichen Notlagen. Die Antoniusbruderschaft ist eine gute Gemeinschaft, deren Mitglieder sich persönlich für den Erhalt der Kapelle einsetzen“, so der Vorsitzende.

„Die Kapelle ist ein schöner Ruhepol, wenn man im Alltag mal viel Hektik hat“, meinte Christina Schulze Föcking, die berichtete, dass sie regelmäßig vor Ort Halt macht, wenn sie zwischen den Terminen vorbeikommt.

Heiner Konert informierte die Landtagsabgeordnete anschließend über die Geschichte des Windparks Schöppinger Berg, der als Bürgerenergiepark schon im Jahr 2000 entstanden ist. Die ersten Anlagen dort hatten die Landwirte Heinrich Wenning und Alfons Wilming bereits in 1992 gebaut. Gleichzeitig entstand eine baugleiche Anlage von Bauer Konert in Metelen.

Schon bald stellte sich heraus, dass der Ertrag der Anlagen auf dem Schöppinger Berg um bis zu 35 Prozent höher war als in Metelen. Daher bezeichnet Bürgermeister Robert Wenking den Schöppinger Berg gerne als „Energieberg“. Die Wertschöpfung bleibe in der Region. 1994 entstanden drei größere Anlagen mit einer Leistung von je 500 Kilowatt.

Die Planungen für den jetzigen Windpark begannen 1997. Zur Zeit drehen sich dort 24 Windräder. Repowering-Maßnahmen stehen nun bevor, bei denen 15 ältere Anlagen durch zehn leistungsfähigere Windkraftanlagen ersetzt werden, die eine um das Dreifache höhere Ausbeute haben.

Heiner Konert machte die Verbindung zum Ukraine-Krieg deutlich. Der Strom sei wichtig als „Freiheits- und Friedensenergie“. Die Christdemokratin nahm die Bitte von Heiner Konert mit, den Ausbau der Windenergie in Nordrhein-Westfalen zu beschleunigen, um die Energiewende zur Begrenzung der Erderwärmung auch vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges und der Forderung nach Unabhängigkeit von Gas aus Russland voranzubringen.

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