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Lieder von Rafael D. Marihart machten Jubiläumsmesse des Kirchenchors zum Meilenstein

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Horstmar

Es war ein besonderes Ereignis: Die Jubiläumsmesse des Kirchenchors St. Gertrudis Horstmar anlässlich des 90-jährigen Bestehens stand an. Fünf Lieder dieser Welturaufführung zum Cäcilienfest an Christkönig 2022 wurden speziell zu diesem Anlass geschrieben.

Von Rainer Nixund

Die Kirchenchöre St. Gertrudis und St. Cosmas & Damian Leer sowie die Band aus Solisten bestritten am Samstag eine wunderbare Jubiläumsmesse. Foto: Rainer Nix

Es ist ein Ereignis, das in die Kirchengeschichte der Burgmannsstadt eingehen wird. Am Samstag begleitete der Kirchenchor St. Gertrudis Horstmar seine Jubiläumsmesse „Der Herr ist mein Hirte“ anlässlich des 90-jährigen Bestehens der Gemeinschaft aus engagierten Sängerinnen und Sängern. Das Einzigartige: Fünf Lieder dieser Welturaufführung zum Cäcilienfest an Christkönig 2022 wurden speziell zu diesem Anlass geschrieben. Sie stammen aus der Feder des Chorleiters Rafael D. Marihart. Ein Meilenstein in der Geschichte des Chores, der innerhalb von neun Jahrzehnten wechselvolle Zeiten erlebte. Er zeigte sich von seiner besten Seite und meisterte die Lieder mit Bravour. Aufgrund der Pandemie musste die Aufführung um zwei Jahre verschoben werden.

Der studierte Wiener Marihart, der seinen Zertifikatskurs für Kirchenmusik an der Kirchenmusikschule des Bistums Münster mit sehr gutem Erfolg bestand, gilt als Perfektionist, dessen Improvisationstalent aber ebenso geachtet wird. Dennoch überlässt er nichts dem Zufall. Darüber hinaus versteht der Dirigent, seine Sängerinnen und Sänger zu motivieren. Die neuen Lieder erscheinen im modernen Gewand und sind rockig-poppig angelegt. Trotzdem hat der Komponist die klassischen Wurzeln sakraler Werke nicht aus den Augen verloren.

Komponist und Chorleiter Rafael D. Marihart. Foto: Rainer Nix

Vom ersten Moment an ist klar: Der Klang kommt schwungvoll und fröhlich rüber, er vermittelt Spiel- sowie Singfreude und lässt keinen Zweifel daran, dass Marihart mit großer Begeisterung bei der Sache ist. Die Texte machen nachdenklich, ohne düster zu wirken, was bereits bei dem Lied „Wie es der Herr hat geplant“ zur Eröffnung unüberhörbar ist: „Hat der Herr uns gerufen? Hat den Tisch und gedeckt? Haben wir seine Stimme gehör? Zahlreiche Fragen, doch auch beruhigende Worte: „Ja, denn dürfen wir darauf hoffen, dass das Himmelreich uns offen steht, wie es der Herr geplant hat.“

„Die Freude, die aus den Kompositionen spricht, springt direkt über“, betont Pfarrdechant Johannes Büll, der die Messe leitet. „Es ist schön, dass der Kirchenchor St. Cosmas & Damian Leer heute gemeinsam mit uns singt“, hebt der Pfarrer hervor. Die zeitgemäßen Arrangements sind nur mit Hilfe der zu einer Band formierten Solisten möglich: Cornelia Becken an der Flöte, Matthias Grund an Gitarre und E-Bass, Hannah Parry am Klavier und Stefan Arning am Schlagzeug gaben den Liedern ihre spezielle Note.

Unter den Besuchern in der gut gefüllten St.-Gertrudis-Kirche sitzen zahlreiche Vertreter des politischen und gesellschaftlichen Lebens, darunter Bürgermeister Robert Wenking. Großen Respekt zollen alle dem Komponisten ebenso wie den Ausführenden.

Das Publikum zollte dem Komponisten sowie den Ausführenden großen Respekt. Foto: Rainer Nix
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