Neues Kreuz am Bahnhofscafé eingesegnet

Gottes Wort liegt in den Herzen

Horstmar

Während der ersten Andacht in der neuen Saison am Bahnhofscafé am Sonntag haben Pfarrdechant Johannes Büll und Prädikant Alexander Becker das neue Kreuz und den Kirchenpfad gesegnet. Über die zahlreichen Besucher freute sich auch Hausherr Norbert Wiechers.

Franz Neugebauer

Prädikant Alexander Becker (l.) und Pfarrdechant Johannes Büll segneten währen der gut besuchten Andacht am Bahnhofscafé das neu geschaffene Kreuz. Foto:

„Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“. Unter diesem Wochenspruch fand am am Wochenende die erste Andacht dieses Jahres am Bahnhofscafé in Horstmar statt. Dazu hatten Pfarrdechant Johannes Büll, Prädikant Alexander Becker und Namenstagskind Norbert Wiechers eingeladen. Die Gastgeber freuten sich, dass mehr als 60 Besucher gekommen waren.

„Ich bin gleich wieder ein anderer Mensch, die kurze Besinnung tut gut“, erklärte Manfred Hardt nach der 20-minütigen Andacht. Das empfanden vermutlich viele der Besucher so.

„Die Institutionen der Kirchen sind unglaubwürdiger denn je“, beschrieb der Prädikant die aktuelle brisante Situation der Kirchen. Gottes Wort schiene fasst in der gesellschaftlichen Bedeutungslosigkeit zu verschwinden oder sorge wegen des Verhaltenes mancher öffentlichen Vertreter zur Abwehr. Aber Gottes Wort liege nicht in den Institutionen, sondern in den Herzen und deswegen gelte deutlicher und wichtiger als jemals der Wochenspruch.

Die aktuelle Krise, in der die Kirchen steckten, zeige, dass es an vielen Stellen institutionell nicht funktioniere, Gott und das eigene Gewissen wichtiger zu nehmen als Status, Position und Macht. Die Institutionen seien wie in allen Zeiten nicht als Maßstab brauchbar. „Deswegen bleibt uns nichts anderes übrig, als im Kleinen anzufangen, die Welt zu prägen und zwar ohne den Verstand auszuschalten, sondern vernünftig und mit offenen Sinnen auf das Gewissen als Stimme Gottes“, forderte Prädikant Becker die Anwesenden auf.

„Wenn wir heute das Kreuz segnen, geht es für mich nicht um ein Stück Materie, Holz und Metall, sondern um Menschen, die dieses Kreuz sehen, es anschauen, nachdenken und nach der Bedeutung fragen“, erklärte der Pfarrdechant während der Zeremonie. Der Seelsorger fand auch lobende Worte für den angedeuteten Kirchenpfad mit Hinweisen auf die Kirchen, denn entlang der „RadBahn“, die von Coesfeld bis Rheine führe, gebe es einige ganz markante Kirchorte und Kirchen.

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