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Regierungspräsidentin Dorothee Feller besucht die Stadt Horstmar

Haltepunkt und Auffangnetz

Horstmar

Regierungspräsidentin Dorothee Feller hat die entspanntere Corona-Lage zu einem Besuch in der Burgmannstadt genutzt und dabei das direkte Gespräch mit Bürgermeister Robert Wenking und den politischen Vertretern gesucht. Dabei trug sie sich auch in das goldene Buch ein.

Von Sabine Niestertund

vor dem Brunnen auf dem neu gestalteten Kirchplatz von St. Gertrudis stellten Regierungspräsidentin Dorothee Feller (vorne) und ihre Gesprächspartner zum Erinnerungsbild auf. Fotos: Sabine Niestert Foto: Fotos: Sabine Niestert

Die Stimmung ist gut und der Austausch durchaus fruchtbar. Keine Frage, Regierungspräsidentin Dorothee Feller genießt es, nach einer längeren Corona-Pause erneut unterwegs zu sein und ihre regelmäßigen Besuche vor Ort wieder aufzunehmen. Dieses Mal hat sie sich für die Stadt Horstmar Zeit genommen, was Bürgermeister Robert Wenking, seine Stellvertreter Ludger Hummer sowie Helmut Ruhoff und die Vertreter der drei Ratsfraktionen Annette Sonneborn (Grüne), Klaus Roters (SPD) und Winfried Mollenhauer (CDU) durchaus zu schätzen wissen.

Schließlich bringt das persönliche Gespräch im Rathaus mehr, als der indirekte Kontakt über das Telefon. Zudem bietet er beiden Seiten die Möglichkeit, sich näher und besser kennenzulernen und die anstehenden Themen intensiver in einer etwas größeren Runde zu besprechen. Dazu gehört beispielsweise auch der Regionalplan, der wie die Bezirkspräsidentin berichtet, überarbeitet wird und für die Kommunen mehr Potenzialflächen ausweisen soll. Immerhin erfahre dieser bereits seine 36. Änderung, erläutert die Besucherin, der es wichtig ist, dass die Unternehmen geeignete Ansiedlungsflächen finden, auf denen sie den hohen Anforderungen nach Umwelt- und Klimaschutz gerecht werden können.

Am Herzen liegt der Regierungspräsidentin auch ein gutes Schul- und Bildungsangebot. Gerade in kleinen Kommunen wie Horstmar, hätten sich die Teilstandorte im Schulwesen bewährt, betont Dorothee Feller, die sich nach dem Gespräch im Rathaus noch das Lernzentrum Horstmar zeigen lässt. Dabei handelt es sich um eine Dependance des Burgsteinfurter Gymnasiums Arnoldinum. Dieses lässt seit 2008 einen Teil seiner Schüler in der ehemaligen Hauptschule am Drostenkämpchen beschulen, nachdem diese ausgelaufen ist. Um dort einen Leerstand zu vermeiden und auf Dauer eine weiterführende Schule vorhalten zu können, haben sich die Verantwortlichen für dieses Modell im Verbund mit der Stadt Steinfurt und der Gemeinde Schöppingen entschieden. In der Hoffnung, dass dieses auch weiterhin erfolgreich funktioniert und die Neuanmeldungen reichen, zeigt sich der Bürgermeister, der den kurzen Draht zur Regierungspräsident lobt. Die erklärt, dass sie in ständigem Gespräch mit der Schulabteilung ihres Hauses steht und sagt Robert Wenking ihre Unterstützung zu.

Ein weiteres zentrales Thema ist das Ehrenamt ohne das – da sind sich alle Gesprächspartner einig – jede Gemeinde oder Stadt aufgeschmissen wäre. „Vereine sind der Haltepunkt und das Auffangnetz“, betont Dorothee Feller. Das habe sich gerade in Corona-Zeiten gezeigt. Als Beispiel für ein gelungenes Miteinander nennt der Bürgermeister den Schützenverein Leer-Haltern, der sich im Auftrag der Stadt um Bavings Kapelle kümmert, für die es erst kürzlich der Förderbescheid von 6600 Euro seitens der Bezirksregierung gegeben hat.

Die Gunst der Stunde nutzt Bürgermeisterstellvertreter Ludger Hummert. So bittet der Christdemokrat die Regierungspräsidentin bei der Realisierung des Radwegs an der L 550 um Unterstützung. Dieser sei für die umliegenden Kommunen Laer, Borghorst, Steinfurt, Horstmar und Leer von höchster Wichtigkeit, da die Strecke wegen starker Kurven und engen Radien für Fußgänger und Radler außergewöhnlich gefährlich sei. „Eine Umsetzung als Bürgerinitiative ist wegen der besonderen Streckenführung nicht möglich“, betont der Christdemokrat, der auch im Namen der befreundeten CDU-Verbände spricht und die Dringlichkeit des Radwegbaus unterstreicht.

Auf neue Förderprogramme im Rahmen der Mobilität weist die Besucherin hin, die von ihrer persönlichen Referentin Melanie Overbeck begleitet wird. Nach dem Besuch des Lernzentrums macht sich das Frauenduo voller neuer Eindrücke auf den Weg zurück nach Münster.

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