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Jahresschlussübung der Feuerwehr Horstmar

Herausforderungen gemeistert

Horstmar

Das Leben mehrerer Menschen retten und eine schwierige Wasserversorgung – vor diesen Herausforderungen stand die Feuerwehr Horstmar. Glücklicherweise handelte es sich nur um eine Übung auf einem Gehöft in der Bauerschaft Schagern. Diese meisterten die Kameraden erfolgreich.

Von Franz Neugebauerund

Die Versorgung mit Löschwasser war eine Herausforderung für die Foto: Franz Neugebauer

Die Jahresschlussübung der Feuerwehr Horstmar war eine besondere Herausforderung für die Aktiven der Wehr. Zweieinhalb Kilometer von der Horstmarer Ortslage entfernt liegt das Gehöft Höing in der Bauerschaft Schagern. Dieses hatten Stadtbrandinspektor Frank Burrichter sowie die Oberbrandmeister Thomas Vossenberg und Jürgen Schulenkorff sowie Michael Gerwers als Übungsobjekt ausgewählt.

Schnell war klar: Die Versorgung mit Löschwasser ist die Schwierigkeit hier. Ein Löschteich lag 700 Meter weit weg, auch bis zum Hydranten mussten lange Wege zurückgelegt werden. Der Einsatz der eigenen Löschfahrzeuge reichte nicht, die Feuerwehren aus Laer und Schöppingen wurden mit ihren Löschfahrzeugen angefordert und holten im Pendelverkehr das Wasser aus dem Hydranten.

Suche mit der Drohne

Eine weitere Herausforderung war die Bergung von elf Personen – dafür waren Mitglieder der Jugendfeuerwehr im Einsatz – die sich in einem vernebelten Raum in der Scheune des Gehöfts Höing aufhielten. „Die Menschenrettung klappte innerhalb von zehn Minuten vorzüglich, die Feuerwehrmänner drangen mit Atemschutz in das vernebelte Gebäude ein“, beobachteten die zahlreich erschienenen Mitglieder der Ehrenabteilung. Sie erfuhren auch davon, dass beim Einsatz einer Drohne mit Wärmebildkamera, geflogen von Michael Wallkötter, eine weitere Person im Gelände gefunden und geborgen wurde.

Mitglieder der Ehrenabteilung schauten bei der Übung zu, ebenso wie Stadtbrandinspektor Frank Burrichter (r.) und der stellvertretende Bürgermeister Ludger Hummert (2.v.r.). Foto: Franz Neugebauer

Stadtbrandinspektor Tobias Berkenharn hatte die Einsatzleitung während der Übung. Schon bald erkannte er, dass man abschnittweise vorgehen müsse, was bei der Anzahl von 80 Feuerwehrmännern kein Problem war. Menschenrettung und Brandbekämpfung hatten oberste Priorität. Es gelang, eine Wasserwand zwischen Wirtschaftsgebäude und Wohngebäude aufzubauen, die ein Übergreifen eines Feuers auf das Wohngebäude verhindert hätte. Bei der Manöverkritik wurde durch Brandinspektor Frank Burrichter der reibungslose Ablauf der Übung besonders hervorgehoben und dabei der Umgang mit dem Funkverkehr bei absoluter Funkdisziplin erwähnt.

Für den Ernstfall gewappnet

Beobachter der Übung waren der stellvertretende Bürgermeister Ludger Hummert und Ordnungsamtsleiter Georg Becks. Ludger Hummert lobte den Einsatz der Wehr: „Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass wir eine schlagkräftige Wehr haben und der Feuerschutz gewährleistet ist.“ Die Familie von Christian Höing bedankte sich bei allen Aktiven: „Wir haben den Eindruck gewonnen, dass wir im Ernstfall mit der kompetenten Hilfe der Wehr rechnen können und unser Anwesen gut geschützt ist.“

Ernst wurde es in den frühen Morgenstunden des Samstags für den Löschzug Leer. Dieser wurde zu einem Containerbrand im Baugebiet Lau gerufen. Der Brand konnte schnell gelöscht werden. 15 Feuerwehrkameraden waren vor Ort, anwesend war auch die Polizei.

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