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Jahreshauptversammlung des DRK Horstmar

Jugendrotkreuz nimmt Form an

Horstmar

Ein Blick auf die Finanzen, die Sanitäter vor Ort und das Jugendrotkreuz: Bei der Jahreshauptversammlung befasste sich der DRK-Ortsverein Horstmar mit verschiedenen Themen. Nicht zuletzt standen zwei Ehrungen für den Einsatz bei der Hochwasserkatastrophe an.

Bei einer Versammlung ehrte DRK-Ortsvereinsvorsitzender Heinz Lölfing (M.) Norbert Höing (l.) und Martin Vogel. Foto: Franz Neugebauer

Der DRK-Ortsverein Horstmar hat in den Schulungsräumen der Freiwilligen Feuerwehr an der Warnsveldallee seine Jahreshauptversammlung abgehalten. „Wir sind eine hochgeschätzte und anerkannte Institution, die sowohl von der Bevölkerung als auch bei Rat und Verwaltung der Stadt hoch angesehen ist“, freute sich Ortsvereinsvorsitzender Heinz Lölfing bei seinen Begrüßungsworten während der gut besuchten Versammlung. „Mit der Gründung einer Jugendrotkreuzgruppe ist mein Herzenswunsch in Erfüllung gegangen“, fügte er hinzu.

Das breite Spektrum der Aufgaben des Ortsvereines ging aus dem Finanzbericht der Schatzmeisterin Heike Brüggemann hervor. Sie verwaltet inzwischen ein Budget in Höhe von rund 43 000 Euro und freut sich über 376 Fördermitglieder. Eine Werbeaktion habe bei 61 Mitgliedern zu einer Erhöhung des Jahresbeitrages geführt. Sie dankte ausdrücklich den zahlreichen Spendern für die Aufgaben der Sanitäter vor Ort.

Dennoch könne man die Kosten dadurch nicht decken. Seit dem erstmaligen Einsatz der Sanitäter vor Ort im Jahr 2016 bis heute seien Kosten in Höhe von 85 100 Euro entstanden, dem Einnahmen von 77 400 Euro gegenüberstanden. Die Deckungslücke von 7700 Euro habe der Ortsverein aus eigenen Mitteln bereitstellen müssen.

Heinz Lölfing (r.) freut sich, dass die Jugendrotkreuzgruppe Konturen annimmt. Eileen Vossenberg wird dabei von Lukas Rahe (l.) und Nobert Höing unterstützt. Foto: Franz Neugebauer

Beeindruckend waren die statistischen Daten des Wirkens der Sanitäter vor Ort, die Björn Papendick vorstellte. Seit 2017 habe es 490 Einsätze gegeben. Man war im Schnitt mit vier Personen vor Ort. Diese hätten in den Einsätzen 823 Stunden aufgewandt, dabei blieben die Stunden für Aus- und Fortbildung außen vor. Man habe in der Zeit 24 Reanimationen vornehmen können, von denen mehrere erfolgreich verliefen. Mit 85 Einsätzen sei der Sonntag der einsatzreichste Tag gewesen. Die meisten Notfälle ereigneten sich zwischen sechs und zwölf Uhr. Inzwischen sei man auch in der Alst zum Einsatz gekommen.

Die Rotkreuzleiterin Sieglinde Siepmann freute sich, dass man nunmehr wieder bei Veranstaltungen wie zuletzt bei der Einweihung der Dorfstraße in Leer den Sanitätsdienst wahrnehmen könne. Die Bildung der Jugendrotkreuzgruppe nimmt Konturen an. So wurde Eileen Vossenberg als Vorsitzende der Gruppe gewählt. Sie wird durch Norbert Höing und Lucas Rahe unterstützt. Die Gruppenstunden finden jeweils montags im Borchorster Hof statt. „Bei der jüngsten Zusammenkunft waren 14 Kinder anwesend“, freute sich Eileen Vossenberg.

Den Vorstand des Horstmarer DRK-Ortsvereins bilden (v.l.): Heike Brüggemann, Elsbeth Rzeha, Heinz Lölfing, Sieglinde Siepmann und Björn Papendick. Foto: Franz Neugebauer

Mit dem geplanten Bau einer Garage für die Unterbringung von Einsatzfahrzeugen auf dem Grundstück der Feuerwehr und des städtischen Bauhofes gehe ein zentrales Anliegen in Erfüllung, freute sich Heinz Lölfing. Er bedankte sich bei Bürgermeister Robert Wenking für die gute Zusammenarbeit.

Elsbeth Rzeha berichtete von 606 Blutspendern im Jahre 2021. Leider sei die Zahl der Spender zurückgegangen. Sie benötigt dringend Unterstützung bei den Blutspendeterminen. Interessierte können sich bei ihr melden. Für ihren Einsatz bei der Hochwasserkatastrophe im Jahr 2021 wurden Martin Voges und Norbert Höing durch eine von NRW-Innenminister Herbert Reul unterschriebene Urkunde und die Feuerwehr- und Katastrophenschutz-Einsatzmedaille geehrt.

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