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Kirchengemeinde St. Gertrudis plant Neubau neben dem Verwaltungsgebäude

Pfarrheim mitten in der Altstadt

Horstmar

Gleich zwei Bauvorhaben sind am Kirchplatz von St. Gertrudis vorgesehen. Während die Tectum Caritas ein Sieben-Apartment-Haus am Kirchplatz 7 und 9 bauen will, plant die Kirchengemeinde zwischen dem Verwaltungsgebäude und dem ehemaligen Textilfachgeschäft Wüller ein barrierefreies Pfarrheim zu errichten. Dieses soll auch in Bezug auf Größe und Funktionalität den künftigen Bedürfnissen der Pfarrei entsprechen.

Pfarrdechant Johannes Büll (l.) und Kirchenvorstandsmitglied Hermann ten Winkel vor dem abzureißenden Kinder- und Jugendtreff. Foto: fn

Gleich zwei neue Bauvorhaben entstehen auf Dauer neben dem Verwaltungsgebäude der Stadt Horstmar am Kirchplatz. So soll das Haus auf der Ecke, in dem sich bisher das Textilfachgeschäft von Conrad und Maria Wüller befunden hat, abgerissen werden. Dieses weicht einem Projekt der Tectum Caritas, die am Kirchplatz 7 und 9 ein Sieben-Apartment-Haus mit barrierefreien und rollstuhlgerechten Wohnungen errichten will (wir berichteten).

Baupläne hegt zudem auch die Kirchengemeinde St. Gertrudis, die, wie Pfarrdechant Johannes Büll bestätigt, ihr Gebäude am Kirchplatz 5 aufgeben will, weil dieses in die Jahre gekommen ist und den Ansprüchen der heutigen Zeit nicht mehr genügt. Dort ist zurzeit der Jugendtreff „VIPZ“ untergebracht, der auf Dauer in den Borchorster Hof ziehen soll. Dieser befindet sich inzwischen im Besitz der Stadt Horstmar, die den alten Burgmannshof zum symbolischen Wert von einem Euro von der Kirchengemeinde erworben hat. Für sie ist das Pfarrzentrum, in dem sich früher auch das Jugendzentrum befand, zu groß und zu teuer geworden. Das war der Grund für den Verkauf des Eigentums.

Während geplant ist, dass der Kinder- und Jugendtreff künftig im Borchorster Hof angesiedelt wird, soll das Gebäude am Kirchplatz 5 einem Neubau Platz machen. So soll dort ein barrierefreies Pfarrheim entstehen, das auch in Bezug auf Größe und Funktionalität den künftigen Bedürfnissen der Pfarrei entspricht.

„Besonders die räumliche Lage am Stadtmittelpunkt Kirchplatz und die damit verbundene Nähe zur Kirche sowie die Verbindung mit dem Apartment-Haus der Caritas machen den Standort attraktiv“, meint der Pfarrdechant. Bezüglich dieser Planungen liefen bereits die Gespräche mit dem Bischöflichen Generalvikariat in Münster. Ein erster Schritt in diese Richtung sei die Übertragung des bisherigen Pfarrzentrums Borchorster Hof an die Stadt Horstmar gewesen.

Schon seit sechs Jahren ist die ehemalige Blumendiele im Altstadtkern das Zuhause für den Kinder- und Jugendtreff, der zuvor im Obergeschoss des Sportbetriebsgebäudes am Borghorster Weg untergebracht gewesen ist. Auf Antrag der CDU hatte der Ausschuss für Jugend, Soziales, Sport, Kultur und Heimatpflege am 16. Juni 2015 einstimmig beschlossen, die Verwaltung zu beauftragen, nach einem geeigneten Standort für das „Vipz“ rund um den Altstadtkern zu suchen, der schnell mit der „Blumendiele“ gefunden war. Hintergrund dieser Überlegungen seinerzeit war der Wunsch der Politik, Horstmarer Kinder und Jugendliche nicht nur in das geografische Zentrum der Altstadt, sondern auch von der Bedeutung her mehr in die Mitte der Bürgerschaft zu rücken.

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