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Antoniusbrüder laden zum zweiten Krippenweg ein

Raum ist in der kleinsten Hütte. . .

Horstmar

Zahlreiche neue, aber auch alte Exemplare locken zum Krippenweg der Antoniusbruderschaft an den Schöppinger Berg. Dort gibt es die Darstellung der Heiligen Familie in allen Variationen zu bestaunen. Nach der erfolgreichen Premiere in 2020 war die Neuauflage ausgemacht.

Von Sabine Niestertund

Ganz

An den Feiertagen noch nichts vor und das Bedürfnis, mit der ganzen Familie an die frische Luft zu kommen? Dann empfiehlt sich ein Ausflug zum Krippenweg der Antoniusbruderschaft am Schöppinger Berg. Schon Weihnachten 2020 gesehen? Macht nichts, denn die Zweitauflage lohnt sich genau wie der Premiere-Vorgänger. Sie bietet über 50 Krippen in allen Variationen, Formen und Farben entlang des Antonius­pättkens. Darunter befinden sich nicht nur bereits bekannte, sondern auch zahlreiche neue Werke.

So ist Euphemia Schütte wieder außerordentlich fleißig gewesen. Ihrer Kreativität und Fantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Ob aus Hanf, Filz, Jute, Ton, Kork oder sogar Nüssen, es gibt eigentlich fast nichts, was sich nicht zum Josef, zur Maria oder zum Jesuskind eignet. Und da bekanntlich Raum in der kleinsten Hütte ist, mussten die Behausungen der Protagonisten manchmal einfach nur entdeckt und bezogen werden. Ob Blumentopf, Einmachglas, Weidenkorb, Holzkiste oder Baumrinde, mit ein bisschen Moos, Gras, Stroh, Blattwerk oder Pappe lässt es sich auf dem engsten Fleck richtig gemütlich machen.

Natürlich gibt es auch die klassischen Ställe aus Holz, die Heinz Schütte beigesteuert hat. „Meine Frau war fürs Innere und ich fürs Äußere zuständig“, beschreibt der Vorsitzende der Antoniusbruderschaft die Arbeitsaufteilung. Mit der scheinen die Eheleute bestens zufrieden zu sein, denn sonst hätten sie den Krippenweg vermutlich nicht ein zweites Mal geschaffen und aufgebaut. Hilfe bei der Installation haben sie von den Antoniusbrüdern bekommen, die sich nicht nur der kleinen Kapelle, sondern auch ihrem Umfeld verpflichtet fühlen. Das hat durch die präsentierte Krippenvielfalt im Advent noch an Attraktivität gewonnen und auch neue Besucher angelockt. Sie sollten auf dem besonderen Weg unbedingt Maske tragen, vor allen Dingen dann, wenn es sich an den einzelnen Stationen knubbelt. Diese liegen gar nicht weit auseinander. Nur wenige Schritte, und man entdeckt ein neues Exemplar.

Wie bereits im vergangnen Jahr haben die Antoniusbrüder bisher keine offizielle Werbung für ihre erfolgreiches Projekt gemacht. In einem kleinen Ort wie Horstmar funktioniert schließlich noch die Mund-zu-Mund-Propaganda. Wer diese noch nicht vernommen hat, braucht sich nicht zu grämen. So soll der Krippenweg noch bis in den Januar hinein stehen bleiben.

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