1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Horstmar
  6. >
  7. Sanft und ein bisschen kitzelig

  8. >

Zweite Corona-Schnellteststelle hat ihren Betrieb aufgenommen

Sanft und ein bisschen kitzelig

Horstmar

Auch ohne Termin können Interessierte zur neuen Corona-Schnellteststelle kommen, die APH UG im früheren Bürogebäude der Firma Bisping & Bauer an der Bahnhofstraße eingerichtet hat. Diese hat am Montagmorgen Morgen eröffnet und zählte in der ersten halben Stunde schon zehn Besucher.

Von Sabine Niestertund

Ordnungsamtsleiter Georg Becks (l.) und Geschäftsführer Matthias Pott vor der neuen Corona-Schnellteststelle an der Bahnhofstraße, die am Montagmorgen Foto: abi

Das Fähnchen des Werbeaufstellers flattert im Wind und auch das Hinweisschild auf die Corona-Teststelle an der Bahnhofstraße ist nicht zu übersehen. Allerdings befindet diese sich nicht – wie zunächst angekündigt – im Motorradladen, sondern im früheren Bürogebäude der Firma Bisping & Bauer. „Ist doch viel schöner hier“, meint Georg Becks. Als Leiter des Fachbereichs Ordnende und Soziale Dienste, ist er für alles zuständig, was in der Stadt Horstmar mit Corona zu tun hat.

An diesem Montagmorgen begrüßt er nicht nur Matthias Pott von APH UG, der mit seinem Geschäftspartner Markus Altensell das Testzentrum betreibt, sondern auch die beiden Helfer, die die Nasenabstriche vornehmen. Sie haben in der ersten halbe Stunde schon einiges zu tun, denn immerhin wollen sich gleich zehn Besucher testen lassen. Darunter befinden sich neben Einheimischen auch Autofahrer aus Emsdetten, Steinfurt und Hörstel, die auf dem Weg zur Arbeit sind.

Das Angebot, die gute Gelegenheit gleich selbst und ohne Terminbuchung wahrzunehmen, nutzen an diesem Vormittag auch der Ordnungsamtsleiter und die Redakteurin der WN. Schnell sind die Formalitäten abgewickelt. Die Personalien nimmt Matthias Pott am Empfang auf. Neben der Adresse will er noch das Geburtsdatum und die E-Mail-Adresse wissen, unter der das Testergebnis 15 Minuten später einläuft. Zum Glück ist es – wie erhofft – negativ.

Ihm voraus geht ein Abstrich im unteren Nasenbereich, der der Probandin fast sanft erscheint und höchstens ein bisschen kitzelt. Keine Frage, die Helferin scheint im Umgang mit dem Stäbchen geschult und gut geübt zu sein. Ihr zur Seite steht ein männlicher Kollege, der den Antigen-Schnelltest, der eine Sensitivität von 97,06 Prozent und eine Spezifität von 98,71 Prozent verspricht, am Premiere-Tag ebenfalls mehrmals durchführt. Die meisten Testwilligen haben sich für diesen Montag im Vorfeld einen Termin gebucht, was unter www.1atest.info möglich ist.

„Natürlich können die Bürger auch ohne Termin erscheinen“, bestätigt Matthias Pott noch einmal. Aus Erfahrung weiß er, dass manche Senioren nicht über einen Internetanschluss verfügen und froh sind, dass es auch ohne geht. Das Ergebnis gibt es nicht nur via Mail und aufs Handy, sondern auch händisch als Ausdruck für eine Gebühr von einen Euro. Das Ergebnis ist „zertifiziert“ gibt Sicherheit und ermöglicht den Personen den Eintritt in die Geschäfte.

Georg Becks ist froh, dass es nun die zweite Teststelle gibt, denn sie hilft, die bereits vorhandene im St.-Gertrudis-Haus zu entlasten. Geparkt werden kann auf einem Parkplatz hinter dem neuen Zentrum. Diesen sowie die Räumlichkeiten hat übrigens der Verleger Wolfgang Hölker zur Verfügung gestellt. Dafür sind ihm nicht nur die Stadt, sondern auch die Geschäftsführer von APH UG dankbar. Ob diese auf Dauer die Öffnungszeiten ausweiten, wird die Nachfrage zeigen müssen. Der erste Tag hat sich jedenfalls schon ganz gut angelassen.