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Jugend- und Pfarrzentrum für die Kirchengemeinde nicht mehr finanzierbar

Stadt übernimmt den Borchorster Hof

Horstmar

Weil das Jugend- und Pfarrzentrum im Borchorster Hof im Borchorster Hof für die Kirchengemeinde St. Gertrudis zu groß und nicht mehr zu finanzierbar ist, hat die Stadt Horstmar den Burgmannshof für den symbolischen Wert von einem Euro gekauft. Sie will ein Jugend-, Bürger- und Kulturzentrum daraus machen.

Von und

Der Borchorster Hof gehört als Burgmannshof zu den

Zu einem symbolischen Wert von einem Euro hat die Stadt Horstmar den Borchorster Hof von der katholischen Kirchengemeinde erworben. Der Rat hat in seiner Sitzung am 29. September einstimmig entschieden, das Baudenkmal in städtisches Eigentum zu überführen. St. Gertrudis hatte sich entschlossen, das Eigentum am Burgmannshof nach fast 40 Jahren aufzugeben. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung hervor.

„Das Jugend- und Pfarrzentrum ist für uns schlicht zu groß geworden und für uns nicht mehr finanzierbar, da die entsprechenden Zuweisungen des Bistums für diese Zwecke gemessen an der Katholikenzahl auf bestimmte Quadratmeterobergrenzen beschränkt sind, und die sind in Horstmar und Leer bei weitem überschritten“, wird in dem Pressetext Pfarrdechant Johannes Büll hinsichtlich der Beweggründe zitiert.

Die Stadt Horstmar wird die Räume des Burgmannshofes als „Jugend-, Bürger- und Kulturzentrum“ dem Kinder- und Jugendtreff „Vip`z“, auf Wunsch den musizierenden Vereinen wie beispielsweise Spielmannszug, Stadtkapelle, Pipes and Drums und Kirchenchor sowie den Bürgerinnen und Bürgern als öffentliches Gebäude zur Verfügung stellen. Natürlich bleibt der Kaminraum ein Raum für standesamtliche Trauungen und öffentliche Veranstaltungen wie Lesungen oder Vortragsabende. Zunächst wird die Pfarrbücherei in den etablierten Räumen verbleiben.

„Wir wollen dieses Haus, wie bisher, auch in Zukunft mit Leben füllen“, informiert Bürgermeister Wenking über die Entwicklung, die zusätzliche Verantwortung und finanziellen Aufwand für die Stadt Horstmar nach sich ziehen wird. „Wir werden kurzfristig in den Brandschutz investieren, um die Obergeschossnutzung bedarfsgerecht zu ermöglichen. Ein Arbeitskreis, der vom Rat gebildet wurde, erstellt ein Nutzungs- und Investitionskonzept unter fachlicher Begleitung eines Architekten“, kündigt der Bürgermeister weiter an. „Die Kirchengemeinde St. Gertrudis hat dort über Jahrzehnte sehr gute Arbeit geleistet“, bestätigt der Verwaltungschef das große ehrenamtliche Engagement rund um den Burgmannshof zahlreicher Mitglieder der Pfarrgemeinde unter ständiger Begleitung von Diakon Franz-Josef Reuver, der mit seiner Frau Ingrid seit fast 40 Jahren im Nebengebäude wohnt.

Der Rat hat entschieden, diesen einzigen, im öffentlichen Eigentum stehenden Burgmannshof zu übernehmen und somit wird die „Stadt der Burgmannshöfe“ nun auch Eigentümer des im Jahre 1522 entstandenen Gebäudes.

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