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Wichtige Hürde vor Inbetriebnahme der Umspannanlage genommen

Transformator nachts angeliefert

Horstmar

Rund 5,7 Millionen Euro investiert die Westnetz GmbH in die Stromversorgung der Zukunft. Ein wichtiger Baustein ist die neue Umspannanlage in Horstmar.

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Vom Schwerlasttransport wurde der Transformator auf Schienen auf seinen Standort gezogen (oben l.). Mit Muskelkraft und Physik beförderten die Mitarbeiter der Westnetz-Partnerfirma den Transformator vom Schwerlasttransporter auf sein Fundament (oben r.). Egbert Petermann, Projektleiter bei der Westnetz, kontrolliert den zentimetergenau berechneten Standort des Trafos (unten l.) Foto: Westnetz

Die Westnetz GmbH baut eine neue 110 000/30 000-Volt-Umspannanlage an der Borghorster Straße in Horstmar. Rund 5,75 Millionen Euro investiert der Verteilnetzbetreiber in die moderne und sichere Stromversorgung der Zukunft. Die neue Umspannanlage wird ein wichtiger Knotenpunkt für die Energieversorgung der Region sein. Die nächste wichtige Hürde vor der Inbetriebnahme wurde jetzt mit der Anlieferung des Transformators genommen, so das Unternehmen in einem Pressetext.

Die Aufgabe des neuen rund 90 Tonnen schweren Transformators ist es, den Strom zwischen den Spannungsebenen 30 000 Volt und 110 000 Volt umzuwandeln. Am frühen Morgen kam er in Horstmar an, nachdem Spezialtieflader ihn in den beiden Nächten zuvor vom Hersteller aus Regensburg ins Münsterland transportiert hatten. „Der Transport quer durch Deutschland war eine logistische Meisterleistung. Durch die gute Autobahnanbindung und die nächtliche Anlieferung konnten Behinderungen im Straßenverkehr ausgeschlossen werden“, betont Egbert Petermann, Projektleiter bei der Westnetz.

Logistische Meisterleistung

Nach der Anlieferung in der Nacht begann Westnetz planmäßig mit der Entladung des Transformators. In Millimeterarbeit zogen Mitarbeiter des Partnerunternehmens Colonia ihn auf sein Fundament. Nach dem Anschluss des 90 Tonnen schweren, rund 10,5 Meter langen, 3,2 Meter breiten und 4 Meter hohen Transformators, der die nächsten Jahrzehnte seine wichtige Aufgabe für die Stromversorgung der Region übernehmen wird, geht der weitere Ausbau des Umspannwerks weiter, so dass Mitte des kommenden Jahres die Station den Betrieb aufnehmen kann. „Der Transformator ist das Herzstück der neuen Umspannanlage“, erklärt Petermann. „Künftig haben wir damit ausreichend Leistungsreserven, um den hier in der Region erzeugten Strom aus erneuerbaren Energien in die regionalen Verteilnetze und das Hochspannungsnetz einzuspeisen.“ Auch auf einen weiteren Netzausbau ist Westnetz vorbereitet: In der Umspannanlage ist direkt ein zweiter Transformatorplatz eingeplant, um weitere Lasten im Stromnetz bewältigen zu können.

Stromversorgung für die Region

Neben dem Bau der neuen Umspannanlage soll die bereits bestehende Umspannanlage in Horstmar sowie die 30 000 Volt-Leitung nach Altenberge durch zwei leistungsstarke 30 000 Volt-Kabel an die neue 110 000 Volt Umspannanlage angebunden werden. Durch diese neue Anbindung wird Horstmar direkt mit einer höheren Spannungsebene verbunden und ein neuer Netzknotenpunkt entsteht. Der Neubau dieser Umspannanlage entlastet die bestehende Umspannanlage in Horstmar und sichert für die Zukunft eine stabile Energieversorgung. Das bringt Vorteile für die gesamte Region: Neben Horstmar werden auch Laer und Schöppingen von der neuen Anbindung profitieren.

30 000-Volt-Kabel

Das Grundstück ist etwa 15 000 Quadratmeter groß, bebaut wird aber nur ein Teil der Gesamtfläche. Ein Technikgebäude wird die 30 000 Volt Schaltanlage, die Sekundärtechnik und weitere technische Ausrüstung beherbergen, die eine moderne Steuerung und Überwachung der Anlage von der Netzleitstelle Arnsberg aus ermöglichen. Wenn die neue Anlage in das Stromnetz eingebunden ist, wird die Freileitung zwischen Horstmar und Metelen überflüssig und verschwinden.

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