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Sonderöffnungstermin in der „KomMode“ bringt zahlreiche Hilfsgüter für Ukraine-Flüchtlinge

Überwältigende Spendenbereitschaft

Horstmar

Wie gewünscht haben die Bürgerinnen und Bürger während des Sonderöffnungstermins im Sozialladen „KomMode“ auch zahlreiche Töpfe und Pfannen gespendet. Mit diesen und allen anderen Hilfsgütern sollen die Flüchtlinge aus der Ukraine unterstützt werden.

Von Sabine Niestertund

Zum Glück ist das Kleiderlager in der „KomMode“ momentan sehr gut gefüllt (oben l.). Norbert Gesing überprüft die vorbeigebrachten Fahrräder auf ihre Verkehrstüchtigkeit (oben r.). Über die große Spielesammlung freuen sich nicht nur Sprecher Bernhard Haschke (l.) und Dirk Klein-Bölting (r.), sondern das gesamte Helferteam (unten l.). Auch zahlreiche Kindersitze sind am Freitagnachmittag abgegeben worden.Fotos: Sabine Niestert Foto: Fotos: Sabine Niestert

Die Spenden- und Hilfsbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger in Horstmar ist überwältigend. Das zeigt der Spendenaufruf der Betreiber des Sozialladens „KomMode“ während eines Sonderöffnungstermins am Freitagnachmittag. Dabei werden die Helferinnen und Helfer im ehemaligen Feuerwehrgerätehaus an der Graf-Bernhard-Straße fast überrannt. Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Auto, von allen Seiten strömen die Besucherinnen und Besucher mit Spendenmaterial für die Kriegsopfer aus der Ukraine heran.

Im Gepäck haben sie Kindersitze, Spielzeug, Bekleidung und alles, was Menschen gebrauchen können, die gerade ihre Heimat verlassen und dabei fast ihr ganzes Hab und Gut verloren haben. Von der Hilfsbereitschaft der heimischen Bevölkerung zeigen sich nicht nur die Sprecher der Initiative, Bernhard Haschke und Dirk Klein-Bölting, sondern auch ihre engagierten Mitstreiterinnen und Mitstreiter begeistert. Sie haben alle Hände voll zu tun, das reichhaltige Spendenangebot entgegenzunehmen und einzuräumen. Darunter befinden sich wie gewünscht auch zahlreiche Fahrräder für Männer, Frauen und Kinder. Nachdem Norbert Gesing diese auf ihre Verkehrssicherheit überprüft hat, werden die ersten Leezen gleich zu den Flüchtlingen gebracht, die im Beherbergungsbetrieb Westarp untergekommen sind. „Besonders die Kinder haben sich wie Bolle gefreut“, zeigen sich die Helfer gerührt von den ersten Reaktionen.

Vor Ort herrscht ein ständiges Kommen und Gehen. „Ich habe leider keine Töpfe, aber viele Pfannen“, erklärt eine Frau, die Bernhard Haschke von ihrer Last befreit. Eine andere hat eine kleine Musikanlage und sogar einige CDs dabei.

„Wir haben auch ganz viele Rucksäcke und Kindersitze bekommen“, freut sich Dirk Klein Bölting, der die Zeitungsvertreterin durch den Sozialladen führt. In jeder Ecke herrscht emsiges Treiben. Schließlich muss die „KomMode“ für den Verkaufstag am Samstag gerüstet sein. Fast 50 Kisten mit Kleidungsstücken wollen sortiert werden. „Da sind richtig gute Sachen dabei. An einigen klebt sogar noch das Preisschild“, zeigt sich Angelika Adams begeistert. Gemeinsam mit einer Kollegin sichtet sie auch die Kindersachen, die von der kleinsten Größe bis 164 reichen.

„Wir könnten noch Geschirr gebrauchen“, meint Gaby Gesing-Winter. Davon, dass noch viele Flüchtlinge nachströmen werden, die mit dem Nötigsten ausgestattet werden müssen, zeigen sich auch die übrigen „KomModler“ überzeugt. Und sie sollen Recht behalten. So kommt kurz vor dem Ende der Öffnungszeit noch eine Horstmarer Bürgerin, die Flüchtlinge bei sich aufgenommen hat, mit einer Frau und vier jugendlichen Kindern vorbei, die gerade erst in der Burgmannstadt eingetroffen sind. Sie können sich vor Ort umsehen und Kleidungsstücke aussuchen. Idealerweise sind die Regale und Stangen gerade gut gefüllt mit den verschiedensten Textilien. Zum Glück gibt es auch einen Dolmetscher, sodass die Verständigung gut klappt.

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