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„Folge den Sternen“ verbindet die Kirchen in Leer und Horstmar

Von Krippe zu Krippe

Horstmar/Horstmar-Leer

4,8 Kilometer ist der Krippenweg lang, der die beiden Ortsteile Horstmar und Leer sowie deren Kirchen verbindet. Unter dem Motto „Folge den Sternen auf dem Weg zur Krippe“ haben alle Interessierten noch bim zum 9. Januar die Gelegenheit, die Stationen, die die Heilige Familie in den verschiedensten Darstellungen zeigen, in Augenschein zu nehmen. Ob zu Fuß, mit dem Rad oder dem Auto, jeder ist willkommen

Von Franz Neugebauerund

Vor der Sturzkarre an der Station Eweler können sich Besucher mit Getränken versorgen (oben l.). Die Krippe in der Alltagskirche von St. Cosmas und Damian wurde zufällig in einem Hochschrank in der Sakristei gefunden. Malermeister Höing aus Schöppingen hat sie restauriert (oben r.). Die

Genau 4,8 Kilometer lang ist der Krippenweg, der von der Ss.-Cosmas-und-Damian-Kirche in Leer vorbei an Wennings und Schwarthoffs Kapelle durch das Herrenholz bis zur Gertrudiskirche nach Horstmar führt. Diese Verbindung zwischen den beiden Ortsteilen ist sehr beliebt. Unter dem Motto „Folge den Sternen auf dem Weg zur Krippe“ sind ihn bereits viele Bürgerinnen und Bürger entlang gepilgert. Zahlreiche Krippen stehen am Straßenrand und regen den Betrachter zum Nachdenken und zur Besinnung an. An den Stationen wird die Menschwerdung Gottes auf ganz verschiedene Art und Weise dargestellt.

Neben der heimischen Bevölkerung interessieren sich auch Besucher von auswärts für diesen Krippenweg. So kamen beispielsweise Radfahrer aus Borghorst und eine Gruppe aus Wettringen. Sie und viele Familien haben den im vergangenen Jahr erstmals aufgebauten Krippenweg noch in bester Erinnerung. Er sollte gegen die Vereinsamung infolge der Corona-Pandemie wirken und zum gemeinsamen Gespräch anregen.

Da sich die Situation gegenüber dem Jahr 2020 nicht wesentlich verändert hat, war die Wiederholung in diesem Jahre nahezu zwangsläufig vorgegeben. „Wir haben die Familien, die im vergangenen Jahr ihre Krippen aufgestellt haben, angesprochen und alle haben wieder zugesagt. Es sind auch neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer hinzugestoßen“, erklärt Pfarrsekretärin Ruth Hüsing. Bei ihr liefen die Fäden für den Krippenweg auch in diesem Jahr zusammen.

In der Leerer Pfarrkirche gibt es gleich zwei Krippen zu bestaunen. Die neben dem Hauptaltar ist vielen Besuchern bereits bekannt. Die Krippe in der Alltagskirche wurde zufällig in einem Hochschrank in der Sakristei gefunden und durch Malermeister Höing aus Schöppingen restauriert. Verlässt man das Gotteshaus durch den hinteren Ausgang, fällt der Blick unweigerlich auf die Darstellung der heiligen Familie in Holzfiguren im Fenster des Pfarrheimes. Die Familie des verstorbenen Günther Pasda hat diese der Kirchengemeinde überlassen. Die Krippe im Schaufenster des ehemaligen Geschäfte May direkt an der Fußgängerzone gehört Pfarrdechant Johannes Büll. Beeindruckend ist die aus Holz gefertigte Krippe im Hauseingang der Familie Thiele. Schüler der Elisabeth-Schule in Burgsteinfurt haben sie im Werkunterricht gefertigt. Die Darstellungen der Heiligen Familie entdeckt man am Anfang des Nahen Weges und an einem Baum des Friedhofes. Sie gehören der Familie Haverkock. Lenkt man den Blick weiter in Richtung Schöppinger Berg entdeckt der Spaziergänger eine als Relief gestaltete Krippe in Wennings Kapelle. Winzig sind die Exponate in Schwarthoffs Kapelle, ganz im Gegensatz zu den gegenüberliegenden lebensgroßen Strohpuppen der Familie Ludwig.

Wandern macht durstig. An der Station von Eweler, an der Josef und Maria auf einer Sturzkarre sitzen, können sich die Besucher sogar mit Flüssigem stärken. Der Verkaufserlös kommt sozialen Zwecken zugute.

Mitten im Feld stehen zwei Krippen mit der Darstellung der Heiligen Familie. Kurz vor dem Herrenholz hat die Familie Lobbel ihre Krippe aufgestellt. Wenig später entdeckt man bei Dirckmann eine weitere Darstellung mit dem Kind in der Krippe.

Die Wanderung endet an der Krippe in der Gertrudiskirche. Den Weg weisen auch die Sterne entlang der Strecke mit Texten zum Reflektieren. „Der Krippenweg ist eine tolle zeitgemäße Idee, sich wie die Hirten auf den Weg zu machen und den Menschen die Menschwerdung Christi näherzubringen“, wirbt Pfarrdechant Johannes Büll dafür, den Sternen zu folgen. Gelegenheit besteht dazu noch bis zum 9. Januar (Sonntag). Flyer mit der Wegbeschreibung liegen in den Kirchen und Kapellen aus. Die Besucher werden gebeten, sich an die aktuellen Vorschriften der Corona-Schutzverordnung zu halten, um die Gesundheit aller Beteiligten zu schützen.

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