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Praxis in Leer spritzt gegen das Coronavirus

Wenige Dosen für viele Impfwillige

Horstmar-Leer

Das Impfen ist schnell gemacht, aber die vielen organisatorischen Dinge, die damit verbunden sind, fordern das Team in der Praxis für Allgemeinmedizin von Sabine Heidler und Dr. Uta Schregel in Leer. Seit Dienstag verspritzen die beiden Ärztinnen den Impfstoff Astrazeneca. Sie hoffen, dass bald Biontec dazukommt und sie dann mehr Impfwilligen helfen können. Dabei müssen sie allerdings die Priorisierung einhalten.

Franz Neugebauer

Arzthelferin Foto: fn

Seit Dienstag dieser Woche wird in der Praxis für Allgemeinmedizin von Sabine Heidler und Dr. Uta Schregel in Leer gegen das Coronavirus geimpft. „Wir sind froh, dass wir nach langer Zeit des Wartens mit dem Impfstoff Astrazeneca und demnächst auch mit Biontec den Menschen helfen können“, betonen die engagierten Ärztinnen, die auf ihre Mitarbeiterinnen stolz sind. Denn ohne das große Engagement aller Beteiligten sei diese Impfaktion überhaupt nicht möglich, loben die beiden Frauen ihr Personal. „Wir sind ein tolles Team“, betont auch Arzthelferin Carolin Hinkers.

18 bis 20 Impfdosen stehen zur Zeit wöchentlich in der Praxis zur Verfügung. „In Kürze könnten es mehr werden“, zeigen sich Sabine Heidler und Uta Schregel zuversichtlich.

Momentan ist es noch nicht einfach, die sehr wenigen Dosen auf die zahlreichen Impfwilligen zu verteilen. „Wir müssen wie alle anderen auch die Priorisierung einhalten“, betont Sabine Heidler. Natürlich wolle jeder schnell geimpft werden, versteht die Ärztin, dass viele Bürger jetzt zum Telefon greifen, um kurzfristig einen Termin zu ergattern. Wegen Arbeitsüberlastung des Personals sei das allerdings fernmündlich nicht möglich. Vielmehr gelte es, sich in eine Liste einzutragen, die in der Praxis ausliegt oder über die Homepage der Praxis unter www.allgemeinmedizin-horstmar.de zu gehen und zu buchen.

Zu denjenigen, die jetzt die Chance auf eine Impfung haben, gehören chronisch Kranke sowie Personen unter 60 Jahren mit mehrfachen Vorerkrankungen, die noch arbeiten müssen. „Wir werden uns mit denen über Telefon, WhatsApp oder E-Mail in Verbindung setzen und einen Termin vereinbaren“, heißt es seitens des Praxis-Teams. Die Ärztinnen bitten dringend darum, diesen dann auch einzuhalten oder gegebenenfalls frühzeitig abzusagen, damit jemand aus der vorhandenen Warteliste nachrücken kann.

„Das Impfen ist schnell gemacht, was uns viel mehr belastet, sind die vielen organisatorischen Dinge“, stöhnt das Impfteam in der Praxis, in der alle bis zum Rande der Erschöpfung arbeiten, damit der sehnliche Impfwunsch möglichst vieler Patienten schnell erfüllt werden kann. Die Ärztinnen bitten um Verständnis dafür, dass das Impfangebot nur für die Patienten ihrer eigenen Praxis gilt.

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