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Offene Gesprächsrunde mit psychologischer Begleitung für Eltern und Interessierte

Wenn Krisen zu belastend werden

Horstmar

Unter der Frage „Was machen die aktuellen Krisen mit unserem Kind?“ greift eine offene Gesprächsrunde im Borchorster Hof mit psychologischer Begleitung für Eltern und Interessierte die Entwicklungen der jüngsten Zeit auf. Dazu laden das Kulturforum Steinfurt und die Stadt Horstmar als Kooperationspartner ab dem 10. Oktober ein. An insgesamt sechs Abenden steht Psychologe Guido Dielen der Runde zur Verfügung.

Von Sabine Niestertund

Eine offene Gesprächsrunde für Eltern und Interessierte bieten Dr. Barbara Herrmann und Bürgermeister Robert Wenking (r.) ab dem 10. Oktober in Horstmar an. Die psychologische Begleitung übernimmt Lebensberater Guido Dielen.Foto: Sabine Niestert Foto: Foto: Sabine Niestert

Es gibt Menschen, die hören, sehen und lesen bewusst keine Nachrichten mehr. Die Hiobsbotschaften über den Krieg in der Ukraine, die Klima-, Energie- und Stromkrise oder Corona sind einfach zu belastend für sie. Noch verheerender dürften die Auswirkungen für den Nachwuchs sein. Der Frage „Was machen die aktuellen Krisen mit unserem Kind?“ geht eine offene Gesprächsrunde mit psychologischer Begleitung für Eltern und Interessierte nach. Diese bieten das Kulturforum Steinfurt und die Stadt Horstmar als Kooperationspartner ab dem 10. Oktober in der Burgmannstadt an.

„Wir hören die Sorgen von vielen Familien, die total unter Druck stehen“, begründet Bürgermeister Robert Wenking während einer Pressekonferenz mit Direktorin Dr. Barbara Herrmann im Rathaus die Initiative, vor Ort so ein Angebot zu machen, das den Eltern helfen soll, sich auszutauschen und Hilfe zu finden. Zur Seite wird den Teilnehmenden dabei Guido Dielen stehen.

„Wir haben nach einem Referenten mit dem entsprechenden Know-how gesucht“, stellt Barbara Herrmann den Fachmann vor, der seit vielen Jahren in verschiedenen psychologischen Beratungszentren in der Familie-, Paar- und Sexualberatung sowie als freier Psychologe arbeitet. An insgesamt sechs Abenden wird der Lebensberater die Gesprächsrunde mit 15 Teilnehmenden leiten, die im Pfarrzentrum Bochorster Hof stattfinden soll.

In der Runde wird der Kognitionswissenschaftler ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Eltern haben, die sich fragen, wie sie ihrem Nachwuchs am besten beistehen können. „Alles, was Vertrauen schafft, ist gut“, betont der Psychologe, der bedauert, dass es nur wenige Angebote gibt, um die Familien zu unterstützen. Um so glücklicher ist Bürgermeister Wenking, dass es in seiner Stadt ab Oktober ein niederschwelliges Angebot gibt, das etwas gegensteuern soll.

Immerhin fürchten Bildungsforscher, dass die Auswirkungen der Corona-Pandemie sich bei vielen jungen Menschen zu latenten Belastungen verdichten, die sie ohne professionelle Hilfe nicht verarbeiten können.

„Was sind die größten Sorgen der Kinder?“, „Was sind erste Warnsignale?“ und „Wie reagiert man am besten?“, sind mögliche Themen, die während der sechs Gesprächsabende aufgegriffen werden können. Die Einheiten können übrigens auch einzeln gebucht werden. Jedoch ist zu jedem der Termine, die am 10. Oktober, am 14. November, am 16. Januar, am 13. Februar und am 13. März, jeweils von 19 bis 20.45 Uhr vorgesehen sind, eine neue Anmeldung unter Telefon 0 25 51/1 48 20 erforderlich.

„Es gibt auch etwas zu essen“, kündigt Barbara Herrmann an, dass den Teilnehmenden ein kleiner Snack und Getränke gereicht werden sollen.

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