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Ministerin kandidiert erneut im Wahlkreis Steinfurt III

CDU nominiert Anja Karliczek mit 94,2 Prozent

Kreis Steinfurt

Als die CDU-Kreisvorsitzende Christina Schulze Föcking am Samstagmittag gegen 13:30 Uhr das Ergebnis bekannt gab, brandete geradezu tosender Beifall auf den luftig besetzten Rängen der Freilichtbühne Tecklenburg auf: Anja Karliczek (49) hatte sich soeben mit 162 Stimmen gegen ihren Herausforderer, den Ibbenbürener Rechtsanwalt Hendrik Kaldewei (47), überdeutlich durchgesetzt.

Michael Hagel

Der Moment nach der Ergebnisbekanntgabe: Anja Karliczek erhielt 94,2 Prozent der Stimmen. Mit ihr freuen sich der Ehrenvorsitzende und NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (M.) und der CDU-Europaparlamentarier Dr. Markus Pieper (2.v.r.). Foto: Michael Hagel

Die Lokalmatadorin, Bundesbildungs- und -forschungsministerin wird sich im September erneut für die CDU um ein Bundestagsdirektmandat bewerben. Kaldewei brachte es auf acht Stimmen bei einer Enthaltung. Satte 94,2 Prozent der Delegierten votierten für Karliczek – und damit für die Frau, die sie meist sowohl persönlich als auch durch ihre langjährige politische Arbeit gut kannten.

Dieses eindeutige Ergebnis deutete sich bereits während der jeweils gut 30-minütigen Vorstellungsrunden an. Als Hendrik Kaldewei ans Rednerpult schritt, gab es allenfalls dünnen Beifall, der sich während seiner Ausführungen nicht ein einziges Mal wiederholen sollte. Mit den regionalen Themen des Wahlkreises befasste sich der Ibbenbürener erst gar nicht, ihm ging es ausschließlich um den „digitalen Überwachungsstaat“, in dem wir uns seiner Auffassung nach bereits befinden. Apokalyptische Zukunftsvisionen einer „Marginalisierung des Menschen durch künstliche Intelligenz“ – das waren seine Themen. Und die Coronapolitik, die er für vollkommen verfehlt hält. Am Ende rührten sich nur wenige Hände zum Applaus.

Anja Karliczek betonte in ihrem Beitrag stattdessen die Chancen und Möglichkeiten, die neue Technologien bieten – und die tiefe Verbundenheit mit der Region, für die sie bereits acht Jahre lang Politik betreibt. Nachher, als alles vorbei war, sagte sie: „Natürlich ist die Situation mit einem innerparteilichen Gegenkandidaten neu gewesen, aber so funktioniert ja der politische Wettbewerb.“ In diesem Fall bescherte er ihr ein überdeutliches Votum für eine erneute Kandidatur im Wahlkreis 128.

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