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Zahl der Corona-Toten im Kreis Steinfurt gestiegen

Datenübermittlung für die Statistik dauert

Kreis Steinfurt

Im Kreis Steinfurt ist die Zahl der am Coronavirus verstorbenen Menschen von Mittwoch auf Donnerstag sprunghaft angestiegen. Die Gründe dafür liegen in der Erfassung der Daten. 

-wam-

Es kann passieren, dass Menschen im Kreis Steinfurt verstorben sind, aber das Corona-Testergebnis noch nicht vorgelegen hat. Foto: colourbox.de

Die Statistik dauert – das ist der Grund dafür, dass die gemeldete Zahl der nachweislich am Coronavirus verstorbenen Menschen im Kreis sprunghaft angestiegen ist. Wurden am Mittwoch noch 27 Tote seitens der Kreisverwaltung vermeldet, waren es am Donnerstag 36 Todesfälle.

Die Gründe dafür liegen laut Auskunft von Kirsten Weßling (Kreis-Pressesprecherin) in der Erfassung der Daten für die Statistik. Die Zahl der Todesfälle ist seitens der Kreisverwaltung aktuell einer „konzentrierten Nachverfolgung“ unterzogen worden. Ungenauigkeiten in der bisherigen Statistik und Verzögerungen bei den Meldungen sind dabei aufgefallen: So kann es beispielsweise passieren, dass Menschen im Kreis verstorben sind, aber das Corona-Testergebnis noch nicht vorgelegen hat.

Weiteres Beispiel: Für im eigenen Haus Verstorbene schreibt der Hausarzt einen Totenschein. Auch hier kann es sein, dass sich erst im Nachhinein herausstellt, dass Corona die Ursache war. Weitere solche Einzel-Beispiele für verzögerte Daten-Übermittlungen ließen sich finden, um die Häufung von neun neuen Todesfällen zu erklären.

Keine Aufschlüsselung nach Städten und Gemeinden

Grundsätzlich gelten bei der Ursachensuche für Todesfälle übrigens diese Maßgaben: Eine Obduktion findet im Todesfall auch bei Corona-Verdacht nicht statt. In Einzelfällen werden aber bei Verstorbenen Abstriche genommen, um die Todesursache zu ermitteln.

Ein Letztes zur Statistik: Die Kreisverwaltung wird auch künftig keine Aufschlüsselung der Todesfälle nach den einzelnen Städten und Gemeinden vornehmen. „Das ist aus Datenschutzgründen nicht möglich, wir haben das von Anfang an so gehalten“, erklärt Kirsten Weßling. Denn bei Nennung der Daten für einzelne Orte wäre nachvollziehbar, wer am Coronavirus gestorben ist.

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