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Wachschutz oder Licht? Politik will auf Vandalismusfälle reagieren können

20 .000 Euro für die Sicherheit im Ort

Ladbergen

Video-Überwachung? Zusätzliches Licht? Der Einsatz eines Wachschutzes? Die Politik will auf die Vorfälle im vergangenen Herbst reagieren, nach denen bei vielen Bürgern das subjektive Sicherheitsempfinden gelitten hatte. Sie stellt 20 .000 Euro für die Sicherheit an öffentlichen Plätzen bereit.

-msm-

Probleme mit Vandalismus gab es in Ladbergen im Herbst zuhauf. Nun will die Politik im Fall des Falles Geld in die Sicherheit der Bürger investieren. Foto: Gemeinde Ladbergen

Beleidigungen und Bedrohungen, Vandalismus, Einbruch und Diebstahl sowie das Werfen von Böllern auf den Hallenboden der Sporthalle während des Trainingsbetriebs: Insbesondere im Spätherbst war im Bereich des Friedensparks und der Rottsporthalle einiges vorgefallen, was bei der Polizei aktenkundig geworden ist. Vor allem aber hatte anscheinend das Sicherheitsempfinden vieler Bürger gelitten.

In den vergangenen drei Monaten hat sich die Lage zwar wieder deutlich beruhigt. Gleichwohl wollen Politik und Verwaltung nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Ausgehend von einem Bürgerantrag des TSV-Vorstands, der darauf abzielte, die Eingangsbereiche und Parkplätze der Sporthallen mit einer Videoüberwachung auszustatten, nahm sich die Politik dem Thema in nicht-öffentlicher Sitzung des Gesellschafts-, Kultur- und Sportausschusses an. Die Frage war, wie man auf mögliche erneute Vandalismusfälle und Co. entsprechend reagieren kann. Zur Diskussion standen das Engagement eines Wachschutzes, zusätzliches Licht an öffentlichen Plätzen sowie die Installation von Video-Überwachung.

Die Ausführungen von Mario Könning, Datenschutzbeauftragter der Kommune, hätten schließlich dazu geführt, von der Video-Überwachung direkt wieder Abstand zu nehmen, rekapitulierte Bürgermeister Torsten Buller den Stand der Dinge während der Ratssitzung am Donnerstag.

Dort erfolgte ein erneuter Aufschlag des Themas. Und deutlich wurde direkt eines: „Es ist uns das Geld wert, das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger zu stärken“, sagte Jens Tiemann (FDP) und sprach damit quasi stellvertretend für alle Fraktionen. Während sich die Liberalen, die CDU und auch der Bürgermeister für den Einsatz des Wachschutzes stark machten (Tiemann: „Auch die Polizei hat damit gute Erfahrungen gemacht.“), gab es aus Reihen der SPD und Grünen dazu zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein klares Nein. „Das hielte ich für massiv übertrieben“, konstatierte Klaus Buddemeier (SPD). Und Meike Steube-Niemeyer stellte die Frage, ob man sich „damit nicht eher Probleme ins Dorf holt?“ Zudem verwies sie auf die erfolgreiche Ermittlungsarbeit der Polizei, die beispielsweise die Brandserie im Sommer aufgeklärt hätte.

Am Ende stimmte der Rat einstimmig dafür, für Maßnahmen und Dienstleistungen zugunsten der Sicherheit an öffentlichen Plätzen Mittel in Höhe von 20. 000 Euro in den Haushalt einzustellen. Gleichwohl setzten die SPD und Grünen mit ihren Stimmen durch, dass über die konkrete Verwendung der Mittel der Rat zu entscheiden hat. CDU, FDP und Torsten Buller hätten es indes gerne gesehen, wenn der Bürgermeister im Fall des Falles direkt über den Einsatz hätte entscheiden können. So hatte die Verwaltung den Einsatz eines Wachschutzes „für die sinnvollste Lösung“ erachtet. Unter anderem, weil er kurzfristig einsetzbar sei und unter anderem in der Nachbarkommune Ostbevern gute Erfahrungen damit gemacht wurden. Bevor es jedoch soweit kommt, ist der Rat eben wieder am Zug.

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