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Kommune möchte 100 Dächer fördern

50 000 Euro für Photovoltaik

Ladbergen

„Wir wollen die Anlagen aufs Dach bekommen“, sagte Bürgermeister Torsten Buller im Umweltausschuss und kündigte an, vorbehaltlich der Zustimmung des Gemeinderates für die Förderung von Photovoltaikanlagen auf Privathäusern in den kommenden beiden Jahren jeweils 25 000 Euro in den Haushalt einzustellen.

Dietlind Ellerich

Nicht nur auf öffentlichen Gebäuden wie das Rathaus sollen Photovoltaikanlagen Strom produzieren. Foto: Mareike Stratmann

„Wir wollen die Anlagen aufs Dach bekommen“, sagte Bürgermeister Torsten Buller im Umweltausschuss und kündigte an, vorbehaltlich der Zustimmung des Gemeinderates, für die Förderung von Photovoltaikanlagen auf Privathäusern in den kommenden beiden Jahren jeweils 25 000 Euro in den Haushalt einzustellen.

Was im Rahmen eines kommunalen Förderprogramms für klimafreundliches Bauen und Sanieren möglich ist, erläuterten Ladbergens Klimaschutzmanagerin Alexandra Kattmann und Jens Leopold, Projektkoordinator „Servicestelle Sonne“ im Kreisamt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Ein „100-Dächer-Programm“ sei deshalb so wichtig, weil der bewährte Ladberger Energiespar-Euro nur für Neubauten und nicht für Bestandsgebäude gelte. Das Programm solle, gerade für Haushalte mit wenig Eigenkapital, finanzielle Anreize schaffen, wo Bundes- und Landesprogramme fehlten, führte Kattmann aus. Im Einklang mit dem Klimaschutzkonzept und da im Gemeindegebiet gerade einmal zehn Prozent der geeigneten Dachflächen genutzt würden, sei eine Förderung des Ausbaus von Photovoltaik angezeigt. „Stromautarkie wäre möglich, wenn wir auf allen geeigneten Flächen PV-Anlagen hätten“, so Kattmann.

Sie schlug gestaffelte Zuschüsse für PV-Anlagen auf Bestandsgebäuden sowie für steckerfertige Balkonanlagen vor. Aus der SPD-Fraktion kam die Anregung, Anlagen erst ab einer Mindestgröße von vier kWp (Kilowatt-Peak) zu fördern. Zudem sprachen sich die Politiker für einen Zuschuss für die erste Steuerberatung nach Inbetriebnahme der Anlage aus. Betreiber von PV-Anlagen sehe das Finanzamt als Unternehmer an, die zur Einkommensteuererklärung eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung vorlegen müssten, führte Kattmann weiter aus.

Wie genau die Details des Ladberger 100-Dächer-Programms aussehen sollen, werden die Politiker im Rahmen ihrer Haushaltsberatungen festlegen.

Jens Leopold erinnerte an Programme des Kreises Steinfurt sowie der Gemeinde Neuenkirchen, die sehr gut angenommen würden.

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