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Erfolgreiche Aktion mit hoher Beteiligung im Rathaus

54 Geflüchtete lassen sich gegen Corona-Virus impfen

Ladbergen

Dr. Tanja zu Bentheim und Dr. Wolfgang Hungerberg sowie eine medizinische Fachangestellte, vier Dolmetscher, Mitarbeiter aus dem Rathaus und ein dreiköpfiges Team des DRK haben eine Impfaktion für 54 Geflüchtete organisiert.

msm

54 Dosen des Vakzins von Johnson & Johnson sind bei der Impfaktion im Rathaus vor einigen Wochen verabreicht worden. Als Flüchtlingsbetreuerin hat sich Anke Batzke (kleines rundes Bild) dafür stark ins Zeug gelegt. Foto: Ulrich Gösmann/Gemeinde

Für Sigrid Bücker-Dowidat steht außer Frage: „Impfungen gegen das Corona-Virus sind der Schlüssel dafür, dass die Integration von Geflüchteten vor Ort gelingen kann.“ Denn nur unter dieser Prämisse, so die Leiterin des Amtes für soziale Angelegenheiten, könnten Angebote wie im Treffpunkt Schultenhof dauerhaft aufrechterhalten werden. Entsprechend froh ist sie, dass die Impfaktion der Gemeinde vor ein paar Wochen einen solch großen Anklang gefunden hat.

Nachdem der Kreis Steinfurt die Gemeinde auf die Möglichkeit einer Impfaktion vor Ort aufmerksam gemacht hatte, ermittelten Sigrid Bücker-Dowidat und ihre Kollegen den Bedarf. 60 Frauen und Männer in den acht Unterkünften der Gemeinde würden ihren Angaben zufolge für eine Impfung infrage kommen. Weil die Kapazitäten seitens des Kreises plötzlich aber doch begrenzt waren, organisierte die Verwaltung vor Ort einen entsprechenden Termin.

Mit Dr. Tanja zu Bentheim und Dr. Wolfgang Hungerberg waren zwei Ärzte schnell gefunden, hinzu gesellten sich eine medizinische Fachangestellte, vier Dolmetscher, Kollegen aus dem Rathaus und ein dreiköpfige Team des DRK, das sich um die Nachbetreuung der Geimpften kümmerte.

Dass an jenem Tag 54 Personen ins Rathaus kamen und sich die einmalige Impfung mit dem Vakzin von Johnson & Johnson verabreichen ließen, stimmt Sigrid Bücker-Dowidat auch jetzt noch glücklich. „Das ist ein super Ergebnis“, sagt sie – und nennt für diese äußerst große Bereitschaft auch den Grund: Anke Batzke, die sich seitens der Gemeinde um die Geflüchteten kümmert.

Sie hatte alle Frauen und Männer im Vorfeld persönlich angesprochen, Aufklärungsbögen in den jeweiligen Sprachen verteilt, Impfbücher vorbereitet und den Geflüchteten den Termin schriftlich mitgeteilt. Viertelstündlich wurden fünf Personen eingeladen. Binnen drei Stunden waren alle geimpft – „es lief reibungslos“, so die Leiterin des Amts für soziale Angelegenheiten.

Anke Batzke sei nicht müde geworden, auf die Wichtigkeit der Impfung hinzuweisen. „Ihre Vertrauensbasis zu den Geflüchteten war der Schüssel zum Erfolg“, so Sigrid Bücker-Dowidat. Und das galt nicht nur für den Termin vor Ort, sondern auch fortlaufend. Egal ob gestern in Lengerich oder täglich am Flughafen Münster/Osnabrück: „Unsere Geflüchteten werden regelmäßig auf das Impf-Angebot hingewiesen. Und im Zweifel fährt Anke Batzke selbst mit ihnen los.“

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