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Herbstübung der Feuerwehr

Auch der Bürgermeister wird gerettet

Ladbergen

Wenn die Feuerwehr in Ladbergen ihre Herbstübung abhält, lockt das immer wieder zahlreiche (willkommene) Schaulustige an. So war es auch am Samstagvormittag. Eine wichtige Rolle nahm bei dem „gespielten Einsatz“ unter anderem Bürgermeister Torsten Buller ein.

Mit dem Gelenkmastwagen der Feuerwehr aus Lengerich wurde Bürgermeister Torsten Buller aus seinem Büro „gerettet“. Bei der Fahrt nach unten konnte er einen weiten Blick über die Gemeinde genießen (kleines Foto). Foto: Anne Reinker

Wenn sich die Herbstübung der Ladberger Freiwilligen Feuerwehr angekündigt hat, können die Wehrleute mit einem großen Publikum rechnen. In diesem Jahr schauten sich sogar Gäste aus der Partnerschaftgemeinde Bad Cannstadt, die am Wochenende im Heidedorf zu Besuch waren, an, wie die Einsatzkräfte den Ernstfall probten. Dabei waren auch Kameraden der Lengericher Wehr, die mit ihrem Gelenkmastwagen anrückten. Auch das örtliche DRK war involviert.

Brand in einem Aufenthaltsraum des Rathauses und mehrere vermisste Personen, so lautete der Notruf, der zum Start der Übung einging. Einige der Aktiven hatten bereits dafür gesorgt, dass die Voraussetzungen für die Übung stimmten: Eine Nebelmaschine sorgte für blickdichten Rauch im gesamten Treppenhaus und vier Statisten – neben Andreas Kipp (FW) und Bürgermeister Torsten Buller auch Reiner Schonbach und Philipp Strauß aus Bad Cannstatt – mimten die Vermissten.

„Ich habe blindes Vertrauen in unsere Feuerwehr“, sagte Buller vorab und ahnte da schon, dass er mit dem Gelenkmast aus seinem Büro gerettet würde.

Ihren Kameraden Andreas Kipp mussten die Wehrleute erst einmal im ersten Obergeschoss aufspüren, bevor sie ihn mit einer mehrteiligen Steckleiter aus dem Gebäude holen konnten. Die Bad Canstatter Freiwilligen machten es den Übenden ebenfalls schwer; auch sie mussten im dichten Nebel gesucht und gefunden werden. Das ging nicht ohne Atemschutzgeräte, wie die zahlreichen Schaulustigen beobachteten.

Torsten Buller winkte den Besuchern aus seinem Büro noch fröhlich zu, bevor er in etwa 15 Metern Höhe in den Korb des Gelenkmasten steigen musste. Sein „blindes Vertrauen“ in die örtliche Feuerwehr, wie er vorher sagte, wurde nicht enttäuscht.

Marcel Ahlbrand-Duczek, der einen der leitenden Posten bei der Übung inne hatte, war nach der Übung zufrieden mit den Wehrkameraden. Wie viele Personen zu retten waren, habe man vorher nicht gewusst, erklärte er einen wichtigen Aspekt. Doch trotzdem stellte sich für die Aktiven schnell heraus, in welcher Reihenfolge gearbeitet werden musste.

Andreas Kipp, Philipp Strauß und Reiner Schonbach mussten nicht lange auf ihre Rettung warten. Für den Bürgermeister dauerte es etwas länger, wieder ins Freie zu kommen, denn: „Aufgrund des Zimmerbrandes und der Vernebelung im Treppenhaus gab es für den Bürgermeister keine Fluchtmöglichkeit“, erklärte Marcel Ahlbrand-Duczek. Zudem stellte sich die Situation der zuerst Geretteten kritischer dar. Demzufolge machte Torsten Buller zum Ende die Fahrt im Korb des Gelenkmastes, was nach Abschluss der Übung übrigens auch für die Schaulustigen möglich war.

Mit der Arbeit der örtlichen Wehr war der Bürgermeister mehr als zufrieden, er habe sich zu jedem Zeitpunkt sicher gefühlt, sagte er. Ein dickes Lob gab es auch von Siegfried Gläser, einer der Gäste aus Bad Cannstatt. Der musikalische Leiter des dortigen Spielmannszuges konnte einen der Einsatzleiter mimen und war im Anschluss beeindruckt: „Der Aufwand, mit dem die Feuerwehr hier arbeitet, ist einfach klasse“, sagte er.

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