Übung der Feuerwehr Ladbergen

Auf dem Campingplatz brennt‘s

Ladbergen

Großalarm am Campingplatz an der Buddenkuhle: Zwei Menschen sind im brennenden Hauswirtschaftsgebäude eingeschlossen. Das Szenario ist die Halbjahresübung der Feuerwehr - beobachtet von kritischen Fachleuten.

Anne Reinker

Zwei vermisste Personen, ein brennendes Hauptgebäude: Das war die Ausgangslage für die Halbjahresübung der Feuerwehr auf der Camping-Anlage an der Buddenkuhle, der sich 30 Kameraden am Montagabend stellten. Foto: Anne Reinker

Die Menschenrettung steht über allem“, betonte Andreas Keuer bei der Halbjahresübung der Freiwilligen Feuerwehr. Wie diesem Leitbild gefolgt wird, zeigte sich am Montag auf der Camping-Anlage an der Buddenkuhle. Mit einem guten Gefühl konnten die Kameraden die Leistungsüberprüfung beenden. Nicht nur Wehrführer Andreas Keuer, auch die zuschauende Ehrenabteilung sprach ihre Anerkennung aus.

Die Ausgangslage: Es brennt im Hauptwirtschaftsgebäude der Camping-Anlage, zwei Menschen befinden sich im Gebäude. 30 Kameraden machen sich auf den Weg. Nicht nur einige Schaulustige lockt das Geschehen an, auch einige Mitglieder der Ehrenabteilung nehmen die Übung in den Blick. „Das sind kritische Zeitgenossen“, sagte Keuer mit einem Lächeln.

Zügig fahren die Löschfahrzeuge am Montagabend auf die Flächen neben und hinter dem Gebäude. Dass diese Möglichkeit nicht immer gegeben ist, weiß der Wehrleiter. Denn auf dem gegenüberliegenden Grünstreifen neben der Straße stehen schon mal Autos – trotz Halteverbots. „Dann hätten wir Schwierigkeiten, hier drauf zu kommen“, sagt er.

Doch alles geht gut – und die Personen, in diesem Fall knuffig aussehende Dummies, können aus dem Gebäude gerettet werden. Zeitgleich beginnen die Vorbereitungen für die eigentliche Löschübung. Hydranten wer ­den angezapft, ebenso fließt das Wasser aus dem Tank der Feuerwehrfahrzeuge. Warum nimmt man, wenn man sich schon an einem See befindet, nicht dessen Wasser? Keuer erklärt: „Die Saugleitungen dafür zusammenzusetzen, ist sehr personalintensiv.“ Bei einem großen Brand, wie etwa dem vor gut vier Jahren am Campingplatz, würde man das natürlich machen.

Bei dieser Übung geht es aber auch darum, das Wissen über die örtlichen Begebenheiten aufzufrischen. „Zum Beispiel, wo sich Hy­dranten befinden“, so Keuer.

Alles läuft glatt: Die Menschen werden gerettet, die Wasserquellen angezapft und das imaginäre Feuer gelöscht. Das Fazit: „Es hat alles gut geklappt“, freute sich der Wehrchef. Doch die Meinung der Ehrenabteilung, die es sich unter einem Sonnenschirm der Gaststätte gemütlich gemacht hat, steht auch noch aus. „Aus sicherer Entfernung habe ich gesehen, dass alles hervorragend gelaufen ist“, lobt Reinhard Fiegenbaum, der selbst über 30 Jahre Chef der aktiven Wehr war. „Die Ehrenabteilung ist sehr zufrieden.“

Startseite