1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Ladbergen
  6. >
  7. Boostern wie am Fließband

  8. >

Bis zu 1100 Pikse pro Tag: Corona-Impfzentrum am FMO

Boostern wie am Fließband

Greven/Ladbergen

Auch rund um die Feiertage läuft im Impfzentrum des Kreises der Betrieb auf Hochtouren. Bis zu 1100 Personen bekommen pro Tag im FMO eine Spritze gesetzt. Meist geht es ums sogenannte Boostern. „Wir arbeiten hier von 13 bis 19 Uhr in Maximalbesetzung mit bis zu 45 Personen“, sagt Stefan Steinigeweg. Der stellvertretende Kreisbrandmeister hat die operative Leitung inne.

Von Jannis Beckermann

Im Corona-Impfzentrum am FMO herrscht auch rund um die Feiertage Hochbetrieb: Bis zu 1100 Impfungen wandern in den Arm wie bei Klaus Segger (links) aus Lienen, der sich mit Moderna boostern lässt. Foto: Jannis Beckermann

Klaus Segger hat den Ärmel seines T-Shirts bereits hochgekrempelt. „Kann sofort losgehen“, sagt der Lienener mit einem Lächeln und setzt sich auf den ledernen Stuhl in der Impfkabine des FMO. Hier im Terminal eins des Flughafens, wo sonst Reisende für ihren Abflug einchecken, hat die Mitarbeiterin des Kreisimpfzentrums die Spritze für Klaus Seggers „Impf-Booster“ bereits fertig in der Nierenschale liegen. Eine Dosis Moderna bekommt er an diesem Nachmittag in den Oberarm gespritzt. Wie alle Impflinge ab 30 Jahren.

„Als Servicetechniker, der im Außendienst arbeitet, ist mir der volle Schutz wichtig“, sagt Segger, der zusammen mit Gattin und Sohn zur Auffrischung an den FMO gekommen ist. Beim Hausarzt, erzählt Frau Ramona, hätten sie erst Ende Januar einen Termin erhalten. „Da geht’s hier wesentlich schneller“, freut sie sich, während bei ihrem Mann die Spritze schon wieder aus dem Arm wandert. Ein Piks. Ein Tupfer. Pflaster. Fertig ist die Impfung.

Genau die bekommen im Impfzentrum des Kreises Steinfurt in diesen Tagen nicht nur Klaus und Ramona Seggers aus Lienen, sondern bis zu 1100 Impflinge pro Tag – auch in den Tagen zwischen den Jahren. „Wir arbeiten hier von 13 bis 19 Uhr in Maximalbesetzung mit bis zu 45 Personen, vom Arzt über medizinische Fachangestellte bis hin zum Bundeswehrsoldaten“, weiß Stefan Steinigeweg. Der stellvertretende Kreisbrandmeister hat die operative Leitung des Zentrums am Flughafen inne.

Seit der Wiedereröffnung am 13. Dezember sind er und sein Team im Dauereinsatz. Sieben-Tage-Woche immer wieder inklusive. Aber: „Die Stimmung ist gut, selbst wenn’s mal etwas stressiger wird oder die Lieferungen haken“, sagt Steinigeweg und lässt einen prüfenden Blick durch „sein“ Terminal schweifen, wo die nächste Gruppe Impfwilliger am Info-Schalter aufgeschlagen hat.

Der Großteil holt sich hier aktuell die Booster-Impfung. „Von mehr als 1000 Terminen am Tag haben wir allenfalls eine Handvoll Erst- und Zweitimpfungen für Erwachsene“, berichtet Steinigeweg. Größere Diskussionen und Beratungsbedarf gebe es deshalb nur selten. „Bei den Kinderimpfungen nehmen wir uns allerdings bewusst mehr Zeit.“

Für die Fünf- bis Elfjährigen, die mit ihren Eltern so lange auf eine Impfempfehlung hatten warten müssen, haben sie am FMO eine ganz eigene Impfstraße eingerichtet. Das sei auch wegen der unterschiedlich genutzten Impfstoffe wichtig, sagt Steinigeweg. Einen Fauxpas wie unlängst in einem Impfzentrum des Kreises Olpe, das Kindern statt des eigentlich vorgesehenen Biotech-Impfstoffes Moderna verabreichte, wollen sie sich am FMO nämlich lieber ersparen. „Da gehen wir auf Nummer sicher.“ Von der Dosis bis zum Beratungsschalter haben sie die Impfstraßen am FMO deshalb farblich sauber voneinander getrennt. „So besteht keine Verwechslungsgefahr“, versichert Stefan Steinigeweg, der „Chef de Mission“ des Impfzentrums am FMO.

Startseite
ANZEIGE