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24-Jähriger wird mangels Beweisen freigesprochen

Bruderzwist um Brötchen beendet

Ladbergen

Der Grund, warum ein 24-jähriger Ladberger seinem Bruder mit der Faust auf den Kopf geschlagen haben soll, stellte sich vor Gericht durchaus als kurios heraus. Im Mittelpunkt standen zwei Brötchen.

-gpg-

Zwei Brüder aus Ladbergen standen wegen Körperverletzung vor Gericht. Foto: dpa

Zum zweiten Mal beschäftigte sich das Amtsgericht Tecklenburg mit einem Fall von Körperverletzung unter zwei Brüdern aus Ladbergen. Angeklagt war ein 24-jähriger Mann aus Ladbergen, der während eines Streits im vergangenen August seinen Bruder mit der Faust auf den Kopf geschlagen haben soll. Auslöser dabei sollen zwei Brötchen gewesen sein, die der Geschädigte seinem Bruder „weggegessen“ habe. Das Opfer sei dabei so schwer verletzt worden, dass es ohnmächtig wurde und später ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.

Ausreichende medizinische Beweise für den Sachverhalt wurden dem Gericht dabei nicht vorgelegt. Der Angeklagte bestritt vor Gericht, das sich die Tat in dieser Form ereignet habe. Nie habe er seinen Bruder geschlagen, es habe nur eine Rangelei gegeben. Die Spannungen zwischen den Geschwistern dauerten wohl schon über einen längeren Zeitraum an.

Der zweite Verhandlungstag war notwendig geworden, da in der bisherigen Beweisaufnahme die Schuld des Angeklagten nicht eindeutig nachgewiesen werden konnte. Die als Zeugin vernommene Mutter hatte die Aussage verweigert. Am Freitag war nun der Vater der beiden geladen, aber auch er verweigerte die Aussage. Somit blieb dem Gericht am Ende nur ein Freispruch mangels Beweisen.

Der Richter machte klar, dass er keiner der Versionen der Geschichte ausreichend Glauben schenken mochte, um den Angeklagten zu verurteilen. Die Kosten des Verfahrens trägt die Staatskasse.

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