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Sommertour von Bürgermeisterkandidat Thomas Kötterheinrich

Corona wirkt immer noch nach

Ladbergen

Zum Abschluss seiner Sommer-Tour durch die Gemeinde hat Bürgermeisterkandidat Thomas Kötterheinrich mit Beschäftigten aus dem Gesundheitsbereich gesprochen.

wn

Britta Hungerberg (links) und Friederike Dewald sprachen mit Thomas Kötterheinrich über die Auswirkungen von Corona auf ihre Physio-Praxis. Foto: privat

Auf der letzten Etappe seiner Sommertour traf sich Thomas Kötterheinrich mit Vertreterinnen und Vertretern aus dem medizinischen Bereich in Ladbergen. Im Gespräch mit Dr. Uwe Freitag, Stefan Leugermann, Britta Hungerberg und Friederike Dewald erfuhr der Bürgermeisterkandidat, dass Corona auch in diesem Bereich tiefe Spuren hinterlassen hat. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Uwe Freitag hatte seine Praxis – medizinische Notfälle ausgenommen – zunächst geschlossen. Die Beratung erfolgte oft auf telefonischem Weg. Aktuell hat er wieder geöffnet, doch die Patienten müssen einige Veränderungen in Kauf nehmen. Im Wartezimmer dürfen sich maximal vier Personen aufhalten, Zeitungen oder Spielzeug sucht man im Wartebereich vergebens. Sollte ein Corona-Verdacht bestehen, wird laut Bericht ein Abstrich unter strengen Hygieneregeln in der Garage vorgenommen.

Das Thema Ärztemangel sieht Uwe Freitag für Ladbergen nicht dramatisch. Durch die gute Verkehrsanbindung mit der A1 seien Fachärzte und Spezialisten schnell zu erreichen. Eine erfreuliche Nachricht für die Ladberger gab Uwe Freitag Thomas Kötterheinrich mit auf den Weg: Die Praxis Auf dem Rott werde aller Voraussicht nach von seiner Tochter weitergeführt, teilt der Bürgermeisterkandidat mit.

Stefan Leugermann (Apotheke am Rott) wurde in der Corona-Pandemie von Kunden förmlich überrannt. Mundschutz und Hygieneartikel waren gefragt wie nie, teilweise versechsfachten sich die Einkaufspreise des Apothekers. Zudem wurden sehr viele Rezepte eingereicht, da die Menschen vermuteten, dass gewisse Medikamente nicht mehr lieferbar sind, heißt es in der Mitteilung. Zu Zeiten des Lockdowns änderte sich das Bild. Nur wenige Kunden suchten Ärzte auf, da Angst vor einer Infektion herrschte.

Mittlerweile habe sich die Situation beruhigt, doch Corona wirke immer noch nach. „Die Hygienevorschriften sind umfangreich und schwierig einzuhalten. Zudem ist die Arbeit dadurch noch deutlich anstrengender geworden“, berichtet Stefan Leugermann.

Das Physioteam Dewald und Hungerberg hatte durchgehend geöffnet, die Praxis gilt nach Angaben von Thomas Kötterheinrich als systemrelevant. Trotzdem mussten die Mitarbeiterinnen in Kurzarbeit, da besonders im März, April und Mai erheblich weniger Termine gebucht wurden. Auch im Seniorenheim und der Tagespflege fanden keine Termine statt.

Aktuell sei die Terminauslastung wieder bei 80 Prozent, von einem normalen Niveau möchte Britta Hungerberg laut Bericht aber noch nicht sprechen. Die Gesundheitskurse fanden seit März nicht mehr statt. Ab September sollen neue Kurse unter Corona-Bedingungen beginnen.

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