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Lennard Reglitzki und die Aktion Friedenstaube

Der Gartenzaun wird zur Hoffnungswand

Ladbergen

Angesichts der furchtbaren Kriegsbilder, die er in den Nachrichten gesehen hatte, wollte Lennard Reglitzki ein Zeichen für Frieden, Solidarität und Mitgefühl und gegen den Krieg in Europa setzen. Der Zehnjährige hat Friedenstauben gemalt und zahlreiche Mitstreiter gefunden.

Von Luca Pals

Lennard Reglitzki hat angesichts der Bilder in den Nachrichten große Sorgen um die Menschen in der Ukraine. Sein Mitgefühl und den Wunsch nach Frieden drückt er mit vielen anderen Ladbergern durch die Friedenstauben am Gartenzaun aus. Foto: Luca Pals

Als Lennard Reglitzki im Kommunionsunterricht die Vorlage einer Friedenstaube bekam, war für den Zehnjährigen schnell klar, dass es nicht bei einer Taube bleiben sollte. Angesichts der furchtbaren Kriegsbilder, die er in den Nachrichten gesehen hatte, wollte er ein Zeichen für Frieden, Solidarität und Mitgefühl und gegen den Krieg in Europa setzen. Inzwischen hat er acht Tauben in Blau und Gelb, den Farben der ukrainischen Staatsflagge, gemalt.

Die Ergebnisse seiner Aktion sehen die Rad- und Autofahrer, die in der Linnenkampstraße unterwegs sind. Gleich neben dem dortigen Spielplatz hängen zahlreiche Friedenstauben am Gartenzaun der Familie Reglitzki: „Und es kommen immer mehr dazu“, freut sich Lennard zusammen mit seiner Mutter Martina Reglitzki.

Am Dienstag hat die Kindertagespflege Zwergenland ihre Friedenstauben aufgehängt. Auch die Nachbarn malen, und eine Durchsage in der Schule hat der kleine Zeichner auch schon gehalten: „Viele aus meiner Klasse und aus der ganzen Schule machen mit“, ist er stolz auf das, was er in den vergangenen Tagen ins Rollen gebracht hat. Und so dürfen die Reglitzkis davon ausgehen, dass der Gartenzaun in Zukunft noch bunter wird.

Zudem zündet die Familie abends ein Friedenslicht an, das auf dem Stromkasten direkt am Gartenzaun steht. Lennards Mutter hatte die Aktion am Wochenende über die sozialen Medien verbreitet: „Das kam bei allen gut an. Ich denke es zeigt, dass die Ladberger immer gut zusammenhalten.“

Der Viertklässler, der auch gerne Mangas malt, redet über den Krieg in der Ukraine unter anderem im Religionsunterricht: „Wir haben eine Stunde lang über vieles gesprochen. Das hilft mir auch, damit ich einen besseren Überblick über das bekomme, was gerade passiert, und man kann auch darüber reden, was man selber denkt. Das ist besonders wichtig, wenn man Angst hat.“

Lennard will sich auf jeden Fall auch in Zukunft einsetzen für den Frieden. Die Vorstellung, dass sich die Friedenstauben in Ladbergen ausbreiten, erfüllt den Jungen.

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