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Ladbergen erhalt EEA-Zertifikat

Die erste Hürde ist genommen

Ladbergen

Nach langem Anlauf hat die Gemeinde Ladbergen die erste Hürde übersprungen und ist jetzt mit dem EEA-Label ausgezeichnet worden. Ein ganzer Strauß von Ideen soll das Thema Klimaschutz weiter voranbringen.

Von und

Lothar Schneider (Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW), Bürgermeister Torsten Buller, Bauamtsleiter Tim Lutterbei, Ilga Schwidder (Geschäftsführerin der B.&S.U. Beratungs- und Service-Gesellschaft Umwelt mbH, von links). Foto: Energieagentur.NRW/ Thomas Mohn

Bürgermeister Torsten Buller und Bauamtsleiter Tim Lutterbei haben den European Energy Award (EEA) für Ladbergen entgegengenommen. Lothar Schneider (Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW) und Ilga Schwidder (Geschäftsführerin der B.&S.U. Beratungs- und Service-Gesellschaft Umwelt mbH) übergaben symbolisch Ortsschild, Urkunde und Preis.

Seit 2013 nimmt Ladbergen am European Energy Award teil. Im Juni 2020 klappte es laut Pressemitteilung mit der Zertifizierung. Ausschlaggebend für eine Auszeichnung mit dem EEA-Label. Ladbergen ist die kleinste der 74 Teilnehmerkommunen in Nordrhein-Westfalen.

Das Dorf stelle unter Beweis, dass es sich in puncto Klimaschutz und Energie strategische Ziele setzt, schreibt die Gemeindeverwaltung. Regelmäßig werden diese Ziele vom „Energie-Team“ erfasst, bewertet, geplant, gesteuert und überprüft. Bei der externen Auditierung punktete Ladbergen unter anderem mit dem Energiespar-Euro, dem Quartierskonzept Wald-Dichter-Quartier, der LED-Sanierung der Straßenbeleuchtung und in einigen gemeindlichen Gebäuden.

Auf Basis des mit intensiver Bürgerbeteiligung erstellten Radverkehrskonzepts soll der Radwegeausbau vorangetrieben werden. Die Verwaltung geht als „Fahrrad aktives Unternehmen“ beispielhaft voran. Weitere Maßnahmen an gemeindeeigenen Gebäuden, die bereits umgesetzt wurden: energetische Sanierung der Grundschule und Aufbau eines pelletunterstützten Nahwärmenetzes zwischen Grundschule und Sporthalle II. Zudem wurden Photovoltaikanlagen auf gemeindeeigenen Dächern installiert. Der Fuhrpark wird teilweise auf Elektrofahrzeuge umgestellt, die seit 2018 mit Ökostrom fahren.

Eingeführt werden sollen alle gemeindeeigenen Gebäude und Anlagen energietechnisch analysiert und ein kommunales Energiemanagement eingeführt werden. Die Photovoltaik soll ausgebaut werden. Dazu brachte der Gemeinderat im Dezember eine kommunale Förderung durch ein gestaffeltes Anreizprogramm mit einem Volumen von 50 000 Euro auf den Weg. Seit Anfang 2021 bezieht die Gemeinde nach eigenen Angaben ausschließlich regional produzierten Ökostrom.

Ein kommunales Streuobstwiesenprojekt in Kooperation mit der lokalen Aktionsgruppe „Zusammen Vielfalt schaffen“, die ökologische Aufwertung von Wegeseitenrändern durch ein Mäh- und Pflegekonzept stehen jetzt ebenso auf der Agenda wie die Verbesserung des ÖPNV, die Stärkung des Umweltverbundes und die Modernisierung der zehn wichtigsten Bushaltestellen im Ort.

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