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Ein Jahr auf Bewährung für gemeinsame Joints

Drogenabgabe an minderjähriges Mädchen

Ladbergen/Ibbenbüren

Zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilte das Schöffengericht Ibbenbüren einen Mann aus Ladbergen. Der 24-Jährige hatte in der Hauptverhandlung am Dienstag eingeräumt, ein 13-jähriges Mädchen zum gemeinsamen Cannabis-Konsum verleitet zu haben.

gpg

Zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilte das Schöffengericht Ibbenbüren einen Mann aus Ladbergen. Der 24-Jährige hatte in der Hauptverhandlung am Dienstag eingeräumt, ein 13-jähriges Mädchen zum gemeinsamen Cannabis-Konsum verleitet zu haben.

Die Abgabe von Drogen an Minderjährige ist laut Strafprozessordnung ein Verbrechen, das mit einer Gefängnisstrafe von mindestens drei Monaten bestraft wird. Im vorliegenden Fall ging die Staatsanwaltschaft von mindestens zehn Taten aus, zu denen es im Herbst 2019 rund um das Jugendzen-trum am Friedenspark in Ladbergen gekommen war.

In einem anderen Verfahren hatte das Amtsgericht im März einen 24-Jährigen zu sieben Monaten Haft verurteilt. Er hatte demselben Mädchen zwei Gramm Marihuana verkauft und mit ihr gemeinsam konsumiert.

Da der Angeklagte am Dienstag die Taten gleich zu Beginn der Verhandlung gestand, mussten die geladenen Zeugen nicht mehr aussagen. Der Ladberger gab auch zu, gewusst zu haben, dass die „Freundin“ erst 13 Jahre alt war. Im Vorfeld hatte das noch anders geklungen. Nachdem die Taten aufgeflogen waren, hatte er die Zeugin wegen Falschaussagen angezeigt. Diese Anzeige zog er nun zurück.

Der Staatsanwalt forderte eine Gesamtstrafe von einem Jahr. Zugunsten des Angeklagten wertete er das Geständnis und die glaubhafte Reue des Mannes. Auch die Kooperation mit der Staatsanwaltschaft und seine Bereitschaft, den „Drogendealer“ zu benennen sowie eine günstige Sozialprognose seien strafmildernd zu berücksichtigen. Die Verteidigung schloss sich diesen Ausführungen an.

„Ein Jahr auf Bewährung“ lautete das Urteil des Gerichts am Ende.

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