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„Clooney“ ist „Horse of lifetime“

Ehrung auf Weltniveau

Lienen/Ladbergen

Es ist der krönende Abschluss einer Bilderbuchkarriere: In der vergangenen Woche wurde Pferd „Clooney“ des Vorsitzenden des Lienener Zucht- und Reitvereins Bernd Richter aus Ladbergen vom Weltreitverband Fédération Equestre Internationale (FEI) zum „Horse of lifetime“ gekürt.

Von Luca Pals

Die sportliche Karriere musste Schimmel Clooney nach einer schweren Verletzung zwar an den Nagel hängen, wurde aber zur Freude von Züchter Bernd Richter in diesem Jahr zum „Horse of lifetime“ gekürt. Foto: Stefan Lafrentz

Es ist der krönende Abschluss einer Bilderbuchkarriere: In der vergangenen Woche wurde Pferd „Clooney“ aus Ladbergen vom Weltreitverband Fédération Equestre Internationale (FEI) zum „Horse of lifetime“ gekürt. Die internationale Dachorganisation mit Sitz im schweizerischen Lausanne ehrte damit den 16-jährigen Schimmel für zahlreiche nationale und internationale Erfolge der vergangenen Jahre.

Besonders stolz zeigt sich Bernd Richter, der als ursprünglicher Züchter die Basis für die Auszeichnungen und Erfolge der vergangenen Jahre schuf. 2013 verkaufte der erste Vorsitzende des Lienener Zucht- und Reitvereins Clooney an Martin Fuchs in die Schweiz. Damals war das Pferd, das 2006 als Sprößling des berühmten „Cornet Obolensky“ und der Ladberger Pferdedame „Fräulein vom Moor“ geboren wurde, sieben Jahre alt. Den Durchbruch – der mit bundesweiten Angeboten einher ging – feierten Clooney und Züchter Richter bei der Finalteilnahme beim Bundeschampionat in Warendorf.

Reiter und Pferd waren eine tolle Kombination

Fuchs, der aus einer in Fachkreisen sehr bekannten Reiterfamilie kommt, habe schnell sein Interesse bekundet: „Das war ein absoluter Glücksgriff. Reiter top, Pferd top – die Mischung hat zu den Erfolgen der vergangenen Jahre geführt.“ Zahlreiche Medaillen im Weltcup sowie bei Weltreiterspielen und der erste Platz bei der Europameisterschaft 2019 pflastern den Erfolgsweg von Ross und Reiter.

Als Clooney sich 2021 die Schulter brach, bedeutete das gleichzeitig das Ende einer großen Karriere. An eine Rückkehr in den sportlichen Wettkampf ist seitdem nicht zu denken, nur unter großem Einsatz eines engagierten Teams von Tierärzten sei Clooney im Oktober 2021 in den Stall der Familie Fuchs zurückgekehrt.

Richter genießt mittlerweile den Ruhestand

Richter zeigte sich am Freitag besonders stolz: „Ich habe mich bei der Familie Fuchs gemeldet, so wie ich es immer bei großen Erfolgen mache. Ich bin einfach froh, dass es Clooney wieder besser geht, und dieser Preis ist für die Familie natürlich der Beweis, dass man alles richtig gemacht hat.“ „Ein Pferd wie Clooney“, das ist dem Rentner schnell klar gewesen, „hat man nur einmal im Leben.“ Und: „Die Möglichkeiten waren von Geburt an sehr gut. Clooney hat einen großen Instinkt für verschiedene Situationen – auch das ist ein sehr wichtiges Merkmal.“

Richter, der im vergangenen Jahr als Züchter des Jahres ausgezeichnet wurde (wir berichteten), hat sich derweil aus dem großen Geschehen zurückgezogen. Zwar führe er in kleinen Teilen die Zucht weiter, wolle es aber nach und nach ruhiger angehen lassen: „In diesem Jahr bekommen wir noch sechs Fohlen. Aber ich genieße auch meinen Ruhestand.“ Begeisterung für Pferde zeigt Richter schon seit Kindheitstagen, als Bauernsohn aus Hopsten wurde ihm diese in die Wiege gelegt. Reichlich Erfahrung und ein großes Ansehen in der Branche erlangte er später in seiner Funktion als Auktionsleiter beim Westfälischen Pferdestammbuch in Handorf.

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