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Ein klangvolles Dankeschön

Elisabeth Haug organisiert Konzert mit „Live-Music-Now“-Stipendiaten

Ladbergen

Ausschnitte aus Opern von Donizetti, Puccini oder Weill, brasilianische Klänge, „The Girl from Ipanema“ oder „La Vie en Rose“. All das gab es am Sonntag bei einem Konzert für Flüchtlinge aus der Ukraine im Hotel zur Post in Ladbergen zu hören. Drei Master-Studierende der Musikschule Münster sorgten für beste Unterhaltung. Das Event war ein klangvolles Dankeschön für zwei Flüchtlinge aus der Ukraine.

Beim Einrichtungskonzert für Flüchtlinge spielten und sangen Marcin Ponski (Gitarre, v.l.), Johanna van der Meirschen (Sopran) und Daniel Espinoza (Viola). Foto: Dietlind Ellerich

Die klangvolle Stunde, die am Sonntagnachmittag unter dem Titel „Einrichtungskonzert für Flüchtlinge aus der Ukraine“ von drei Master-Studierenden der Musikhochschule Münster im Hotel zur Post gegeben wurde, war ein kleines Dankeschön, das Eigentümerin Elisabeth Haug organisiert hatte. Lolita und Ivan gehören zu den insgesamt 35 vor dem russischen Angriffskrieg Geflüchteten, die derzeit in ihrem Haus untergebracht sind. Anfang November hatte das Paar es sich nicht nehmen lassen, Elisabeth Haug nach Münster zu begleiten und bei einem Benefizkonzert des Vereins „Live Music Now Münsterland“ auszuhelfen. Elisabeth Haug schwärmt noch fünf Wochen später vom Engagement der jungen Leute, die in der Garderobe und beim Ausschank von Kaffee und Gebäck ausgeholfen hatten.

Für die Ladbergerin, die vor 17 Jahren mit anderen den Verein gegründet hatte, war das Grund genug, ein Konzert zu organisieren, um dem Paar danke zu sagen und ihm und den anderen Geflüchteten, die derzeit in ihrem Haus leben, eine Freude zu machen.

Genau das hat sich auch der Verein auf die Fahne geschrieben. 20 Mitglieder und circa 50 von ihm geförderte Stipendiatinnen und Stipendiaten, die in der Regel Studierende der Musikhochschule Münster seien, bringen Musik zu Menschen, die aufgrund ihrer Lebenssituation keine Konzerte besuchen können, erläutern Elisabeth Haug und Vorstandsmitglied Julia Fedinger, die mit ihrer Kollegin Stephanie von Olfers nach Ladbergen gekommen war, um das Konzert zu genießen.

Es sei ein kleiner ehrenamtlicher Kreis, der circa 40 Konzerte, vor Corona seien es sogar 70 gewesen, veranstalte, um für Menschen in Altenheimen, auf Palliativstationen oder Gefängnissen zu spielen, erläutern Fedinger und Haug. Es sei eine Freude für das Publikum, aber auch für sie selber, räumen die beiden Frauen ein. Zudem lernten die zukünftigen Musikerinnen und Musiker, was sie mit ihrem Spiel bei den Menschen bewirkten. Getreu dem Motto „Musik heilt, Musik tröstet, Musik bringt Freude“, das Yehudi Menuhin als Gründer der Dachorganisation von „Live Music Now“ ausgerufen hatte, profitierten viele von diesen Auftritten, sind die Frauen überzeugt.

Für den Sonntag hatte Elisabeth Haug die Master-Studierenden Johanna van der Meirschen (Sopran) aus Lübeck, Daniel Espinoza (Viola) aus Brasilien und Marcin Ponski (Gitarre) aus Polen eingeladen. Das Trio hatte ein buntes Programm vorbereitet, das eine breite Vielfalt an Stilrichtungen und Jahrhunderten abbildete. Ob Ausschnitte aus Opern von Donizetti, Puccini oder Weill, brasilianische Klänge, „The Girl from Ipanema“ oder „La Vie en Rose“, die Sängerin und die Musiker genossen die stimmungsvolle Atmosphäre ebenso wie die rund 30 Zuhörerinnen und Zuhörer, die nicht nur aus dem Hotel zur Post, sondern aus ganz Ladbergen kamen. So begeistert waren sie, dass das Trio es sich nicht nehmen ließ, zwei Zugaben zu spielen und zu singen, bevor Kaffee und Gebäck serviert wurde.

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