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So regeln die Kommunen die Annahme von Grünabfällen

Ein viele Tonnen schwerer Service

Lengerich/Lienen/Ladbergen/Tecklenburg

Im Herbst ist das Aufkommen an Grünabfällen besonders groß. Die Kommunen machen ihren Bürgern dazu kostenlose Angebote. Wie die im Detail in Lengerich, Lienen, Ladbergen und Tecklenburg aussehen, erläutern die WN.

Von Paul Meyer zu Brickwedde

In Lengerich können Bürger praktisch das ganze Jahr über Grünabfälle kostenlos entsorgen, in Tecklenburg ist das nur für ein paar Wochen im Oktober möglich. Foto: Peter Beckmann

Im Oktober steht einiges an im Garten. Da kommt bei vielen, die schneiden, sägen oder Laub zusammenkehren, eine Menge an Grünabfall zusammen. Die Kommunen bieten ihren Bürgern derzeit eine kostenlose Annahme an. Im Detail und übers Jahr gesehen sind die Regelungen indes recht unterschiedlich. Die WN haben darüber mit verantwortlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Verwaltungen gesprochen.

Auf etwa 2000 Tonnen schätzt Anke Brüning das Grünabfallaufkommen pro Jahr in Lengerich. Die Leiterin des Fachdienstes Bauen, Planen und Umwelt sagt, dass es diesmal aber wohl mehr werden dürfte, denn das Wetter habe für ordentlich Wachstum gesorgt.

Lengericher – es wird kontrolliert – können bei PreZero (ehemals Lewedag) vorfahren und ausladen. Vom 22. März bis 29. November gibt es 2021 pro Woche drei Termine, montags und freitags jeweils von 14 bis 17 Uhr, samstags von 9 bis 12 Uhr. Im Dezember, Januar und Februar kann, wer möchte, zudem Ast- und Strauchwerk zum Häckseln bringen. All das sei für die Lengericher geübte Praxis, so Brüning. Die Regelungen hätten sich über viele Jahre eingespielt. Wichtig sei dabei, dass die Möglichkeit zur ersten Entsorgung schon vor den Osterfeiertagen bestehe. Kosten lässt sich die Stadt den Service Jahr für Jahr rund 50 000 Euro.

Wesentlich kleiner ist der Zeitkorridor für die Abgabe von Grünabfällen in Tecklenburg. In den vier Ortsteilen gibt es je einen Abladeplatz. Geöffnet sind die seit dem 16. Oktober, letzte Gelegenheit für die Tecklenburger, dort Grünabfall hinzubringen, ist am Samstag, 30. Oktober. Michael Bartsch, in der Verwaltung zuständig für die Abfallwirtschaft, sagt, dass in der Vergangenheit schon einmal darüber diskutiert worden sei, PreZero als Alternativannahme aufzubauen. Das sei aber vom Tisch. Seitens der Bürger der Stadt gebe es bei ihm keine Anfragen bezüglich einer Ausweitung des Angebots. 

Genau das ist in Lienen passiert. Dort, so Maren Stieneker, habe es in diesem Jahr erstmals auch im Sommer an vier Wochenenden die Möglichkeit gegeben, an der alten Kläranlage am Dalweg Grünabfälle abzuladen. 140 Tonnen seien dabei zusammengekommen. Zudem können die Lienener dort im Herbst und im Frühjahr jeweils über sechs Wochen an Frei- und Samstagen das im Garten angefallene Strauchwerk und Schnittgut entsorgen. 230 Tonnen seien dabei im März und April zusammengekommen, 490 Tonnen im Herbst 2020. „Das war sehr viel“, sagt die Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung. Ob der neue Service im Sommer auch 2022 und darüber hinaus beibehalten werde, sei noch nicht entschieden, fügt Maren Stieneker noch hinzu. 

Auf 600 bis 650 Tonnen schätzt Ingrid Kuhn die Menge, die die Ladberger Jahr für Jahr zur zentralen Grünabfallannahmestelle bei der Firma Rehkopf bringen. Seit Anfang Oktober und bis Anfang Dezember ist das ihren Worten zufolge immer samstags von 8.30 bis 12 Uhr möglich. Ab Januar und bis etwa Ostern sei eine Anlieferung ebenfalls regelmäßig möglich und im Juli und August nochmals an jeweils zwei Samstagen. Allerdings könnten diese Angebote nur wahrgenommen werden, wenn zum jeweiligen Haushalt auch eine Biotonne gehöre, verweist Kuhn auf jene Ladberger vor allem in den Außenbereichen, die keine Biotonne haben und ihren Grünabfall kompostieren.

Am Ende landet alles aus den vier Kommunen im Kompostwerk des Kreises in Saerbeck.

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