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Referenten sprechen beim Männerfrühstück über Repair-Cafés

Eine Idee auch für Ladbergen?

Ladbergen

Der Toaster qualmt, der Hochdruckreiniger versagt oder das Fahrrad hat einen Platten: Abhilfe kann da ein sogenanntes Repair-Café schaffen. Von den Erfahrungen eines solchen Projektes berichteten am Samstag zwei Aktive der Initiative Reparier-Bar in Paderborn-Schloß Neuhaus auf Einladung der Organisatoren des Männerfrühstücks.

-rei-

Alexander Fenker (v.l.), Mitorganisator des Männerfrühstücks, begrüßte die Referenten Martin Beierle und Karl-Heinz Schmelter. Foto:

Der Toaster qualmt, der Hochdruckreiniger versagt oder das Fahrrad hat einen Platten: Abhilfe kann da ein sogenanntes Repair-Café schaffen. Von den Erfahrungen eines solchen Projektes berichteten am Samstag zwei Aktive der Initiative Reparier-Bar in Paderborn-Schloß Neuhaus auf Einladung der Organisatoren des Männerfrühstücks.

Über Interessengemeinschaften dieser Art erzählte im Vorfeld Wolfgang Schoppenhorst, für den Repair-Cafés nichts Unbekanntes sind. Wegwerfen? „Denkste“, so der Ladberger zum Thema Nachhaltigkeit. Neben dem Beitrag zum Klimaschutz bedeuteten manche Geräte für den Besitzer nicht nur reine Funktion, sondern es würden damit auch Emotionen, beispielsweise aus der Kindheit, verknüpft, so Schoppenhorst. „An vielen Geräten kann etwas getan werden“, so seine Erfahrung.

Neben der Reparatur und Weiterbenutzung sprechen weitere Gründe für eine Reparatur-Einrichtung, stellte der Referent fest. Zum einen sei sie ein Ort der Begegnung und des gemeinschaftlichen Schaffens. Zum anderen schone jedes reparierte Gerät die Ressourcen wie auch den Geldbeutel, weil eine Neuanschaffung unnötig werde.

Die Einrichtungen seien keine Konkurrenz zu gewerblichen Dienstleistern, denn die Reparaturen seien oft so aufwendig und kostspielig, dass sie sich finanziell nicht mehr rechnen würden. In Reparatur-Cafés werde oft viele Stunden lang gegen eine Spende gearbeitet. Diese würden dann in Material oder Werkzeug investiert.

Über die in Schloß Neuhaus ansässige Institution sprachen Martin Beierle und Karl-Heinz Schmelter. „Wir sind ganz blauäugig gestartet“, erinnerte sich Beierle. Alle Helfer hätten Werkzeug mitgebracht, „das der geübte Hobbybastler im Keller hat“, erinnerte er sich. Weitere Ehrenamtliche würden ständig gesucht, ergänzte Karl-Heinz Schmelter.

Viele Besucher kämen mit alten Geräten. „Weil sie sie gut finden und emotional daran hängen“, wusste Beierle. „Wenn wir ihnen helfen konnten, gehen sie glücklich nach Hause“, sagte er.

Der Fokus bei dem Projekt liege darauf, Hilfe zur Selbsthilfe zu geben und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Häufig würden Haushaltsgeräte gebracht oder Spielwaren. Bei Neuware reiche es auch, dass der Besucher mal einen Blick in die Gebrauchsanweisung werfen würde, so Beierle schmunzelnd.

Eine weitere Veranstaltung des Männerfrühstücks, zu dem gerne auch neue Besucher gesehen werden, steht für Samstag, 29. Oktober, im Kalender Dann wird Pfarrer Dirk Klute über das Thema „Vergeben – versöhnen“ sprechen.

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