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Kranzniederlegungen am Volkstrauertag

Eintreten für Frieden und Freiheit

Tecklenburger Land

„Der Volkstrauertag steht für Gedenken und Innehalten, für Empathie und Mahnung, für Verständigung und Versöhnung. Er ist eine Brücke in die gemeinsame friedliche Zukunft Europas.“ Ladbergens Bürgermeister Thorsten Buller hielt zum Volkstrauertag eine eindringliche Rede. Auch in anderen Orten des Tecklenburger Landes wurde bei der Kranzniederlegung der Kriegsopfer gedacht.

Von und

Wie in vielen orten des Tecklenburger Landes legten Vereinsvertreter am Sonntag in Ladbergen Kränze nieder. Foto: Heinrich Weßling

In Lengerich und Lienen, Ladbergen und Tecklenburg kamen am Sonntag zahlreiche Menschen zusammen, um der Opfer vergangener und aktueller Kriege zu gedenken. Dass die Beteiligung groß war, lag auch an den kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine.

In Ladbergen beteiligten sich die Schützenvereine Hölter, Overbeck und Wester sowie die Feuerwehr und der VdK an der Kranzniederlegung. Musikalisch umrahmt wurde sie vom Posaunenchor.

Die Gedenkrede hielt Bürgermeister Thorsten Buller. „

Ich glaube, für uns alle war es kaum vorstellbar, dass Russland tatsächlich die Ukraine angreifen könnte. Russland hat mit dem Angriff auf die Ukraine das Völkerrecht und alle Regeln der Nachkriegsordnung in Europa gebrochen“, so Buller.

Im Jahr 2022 müsse man Bilder aus der Ukraine sehen, von denen man gehofft habe, dass sie sich gerade auf unserem Kontinent niemals wiederholen. „Wir sehen, was die Menschen erleiden müssen nach dem skrupellosen Überfall Russlands, für den Präsident Putin und die russische Regierung die politische Verantwortung übernehmen müssen. Wir sehen auch, wozu Menschen in diesem Ausnahmezustand fähig sind – im Schlechten, aber wir sehen auch das Gute: Nämlich eine große internationale Hilfsbereitschaft, führte Buller weiter aus.

Große Hilfsbereitschaft

„In diesem Jahr denken wir im Besonderen an die Kriegstoten und ihre Angehörigen in der Ukraine: der vielen in den vergangenen Monaten gefallenen Soldaten und Zivilisten.

Unser Mitleid gilt aber auch den getöteten russischen Soldaten, die diesem verbrecherischen Krieg nicht ausweichen konnten und oft sogar mit einer falschen Wahrheit in die Pflicht genommen wurden.“

Aggression dürften nicht hingenommen werden sagte Buller und warb darum, gemeinsam in Europa für Menschenrechte, Frieden und Freiheit einzutreten. Der Volkstrauertag gebe den Handlungsauftrag, sich aktiv für eine friedliche Gegenwart und Zukunft einzusetzen. Der Volkstrauertag stehe für Gedenken und Innehalten, für Empathie und Mahnung, für Verständigung und Versöhnung. „Er ist eine Brücke in die gemeinsame friedliche Zukunft Europas.“

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