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Spendenaufruf für die Ukraine ist ein voller Erfolg

„Es könnte uns und unsere Kinder genauso treffen“

Ladbergen

Eine Spendenaktion zugunsten der Menschen in der Ukraine hatte eine Resonanz, die die Organisatorinnen, unter anderem Tagesmutter Ramona Hüwelmann überraschte. Ihr liegt es am Herzen, besonders den Kindern im Kriegsgebiet zu helfen.

Von Denise Osterbrink

Ramona Hüwelmann (links) wollte Foto: privat

Bis vor wenigen Tagen war die Garage von Ramona Hüwelmann, Tagesmutter im Zwergenland, noch voller Kartons, Koffer und Kisten. Darin Spenden, die Menschen aus der Region für die Ukraine gesammelt hatten. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen aus Ladbergen hatte Hüwelmann in den sozialen Medien zu Spenden aufgerufen. Die Resonanz war überwältigend, Decken, Kleidung, Lebensmittel, Medikamente und Spielzeug wurden ins Zwergenland gebracht.

Zwei Spenden sind Ramona Hüwelmann besonders im Gedächtnis geblieben: „Eine Mutter kam mit ihren drei kleinen Mädchen. Diese haben ihre Teddys abgegeben, als ob es selbstverständlich wäre.“ Ein älterer Mann mit Tränen in den Augen brachte ein Paket, um seinen Landsleuten von Deutschland aus zu helfen.

Als Mitte der Woche der Platz in Einrichtung und Garage eng wurde, verhängte Hüwelmann einen Spendenstopp. „Ich dachte erst, es würden nur ein paar Leute kommen, doch da habe ich mich geirrt. Die Sachen mussten am Ende im Lkw nach Rheine gefahren werden, anstatt, wie ursprünglich geplant, mit dem Pkw“, erläutert die Tagesmutter aus Ladbergen, um wie viel größer das Spendenaufkommen als erwartet war. Zusätzlich verstärkten drei Männer des Grevener Heimatvereins und zwei Grevener Tagesmütter den Transportdienst.

Von Ladbergen aus wurden die letzten Spenden am Mittwoch nach Rheine gebracht. Von dort gehe es weiter über Polen in die Ukraine. Wo genau die Sachen in der Ukraine landen, weiß Hüwelmann nicht. Doch das ist für sie nicht entscheidend. Sie ist davon überzeugt, dass in der ganzen Ukraine die Menschen auf Hilfe angewiesen seien. „Ich möchte einfach helfen“, macht sie deutlich.

Die Initiative zu dem Aufruf der Spendenaktion sei von einer Kollegin aus Rheine gekommen. „Ich hatte auch vorher schon eine grobe Idee, eine Aktion zu starten, dachte aber, es würde nichts werden. Der Aufruf meiner Kollegin war dann der Anstoß, bei der Sache mitzumachen“, so Hüwelmann.

Die Spenderinnen und Spender seien von der Aktion begeistert gewesen. Alle hätten sich bedankt und es aus Selbstverständlichkeit heraus getan. „Die Resonanz und Anteilnahme war begeisternd“, zieht Hüwelmann Bilanz.

Bei ihr steckt auch persönliche Motivation hinter der Aktion: „Es geht mir ans Herz zu sehen, wie vor allem die Kinder alles verlieren. Es könnte uns und unsere Kinder genau so treffen, deshalb ist es wichtig zu helfen“.

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