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Während der Corona-Pandemie

Familie Kärst eröffnet Gastronomie-Betrieb „La Bella Vida“

Ladbergen

Gastronomie und Corona: In diesem Zusammenhang bekommt man gefühlt nur Negativ-Schlagzeilen serviert. Dass es auch anders geht, beweisen Kerstin und Jennifer Kärst. Mutter und Tochter haben vor einem halben Jahr ihr „La Bella Vida“ eröffnet – und das seither noch keinen Tag bereut. Im Gegenteil: Die beiden Frauen sagen: „Wir haben alles richtig gemacht.“

Mareike Stratmann

Ihre Erwartungen wurden übertroffen: In ihrem großteils selbstgebauten Verkaufswagen haben Jennifer und Kerstin Kärst (rechts) im Oktober das „La Bella Vida“ eröffnet und damit – laut eigener Aussage – „alles richtig gemacht“. Foto: Mareike Stratmann

Einen Gastronomiebetrieb während der Corona-Pandemie zu eröffnen? „Ja, mich haben schon einige Leute für verrückt gehalten“, gibt Kerstin Kärst unumwunden zu. Aber sie hat‘s trotzdem getan. In ihrer großen Hofeinfahrt am Ruthemeiers Esch 5 hat sie im Oktober das „La Bella Vida“ aus dem Boden gestampft. Und damit, wie sie jetzt – ein gutes halbes Jahr später – sagt, „alles richtig gemacht“.

Nachdem sie bis 2019 das Restaurant an der Budden­kuhle geleitet hatte, habe es Anfang vergangenen Jahres wieder in den Fingern gekribbelt. „Mir schwebte ein kleiner Imbisswagen mit Hausmannskost vor“, blickt die Ladbergerin zurück. Weil sie aber einen Bauantrag habe stellen und auch eine Kundentoilette vorhalten müssen, gingen die Planungen weiter. Und sind mittlerweile an dem Punkt angekommen, dass – sobald es die Corona-Pandemie zulässt – ein gemütlicher Biergarten unweit der Tecklenburger Straße eröffnen soll. „Mit einem zusätzlichen Getränkestand, weiteren Sitzmöbeln aus rustikalen Weinfässern. Es soll Wein und Cocktails geben, Tapas, Fisch.“ Die Ideen sprudeln nur so aus der 51-Jährigen heraus.

„Ich hätte nicht gedacht, dass das so einschlägt“

Aber die Gäste, so Kerstin Kärst, kommen auch jetzt schon zahlreich – beziehungsweise lassen sich das Essen seit November vom hauseigenen Lieferservice bringen. „Ich hätte nicht gedacht, dass das so einschlägt“, sagt die Chefin des „La Bella Vida“ und fügt hinzu: „Wir sind sehr dankbar, dass uns die Kunden so unterstützen.“

Diese Tatsache führte übrigens dazu, dass der Gastronomie-Betrieb längst keine One-Woman-Show mehr ist. Tochter Jennifer, bisher zufriedene Leiterin eines Hotels in Nordhorn, hat ihre Mutter von Anfang an unterstützt, im März dann aber beschlossen, komplett im „La Bella Vida“ einzusteigen. Auch das im Zeichen von Corona. Mittlerweile gibt es übrigens sechs Mitarbeiter.

Pommes, Currywurst, Schnitzel und Burger

Was das „La Bella Vida“ ausmacht? „Unsere Zutaten sind frisch und kommen möglichst aus der Region. Das Essen ist hausgemacht und qualitativ hochwertig“, sagt Kerstin Kärst. Das war ihr immer wichtig. Und wie ein Blick in die Speisekarte verrät, ist das Angebot auch durchaus umfangreich.

Neben Klassikern wie Currywurst mit Pommes und Frikadelle mit Kartoffelsalat, Gyros und Krautsalat setzte das Duo seit jeher auf eine umfangreiche Schnitzel- und Burger-Karte. Das Highlight? „Viele stehen auf den Bauern-Burger mit geschmorten Zwiebeln, geschmolzenem Käse, Speck, Spiegelei und Sauce Hollandaise“, schmunzelt Kerstin Kärst. „Oder aber das Champignon-Rahmschnitzel.“ Der aktuelle Wochenkracher: das Spargel-Schnitzel mit frischem Spargel von Gut Erpenbeck.

Dass Familie Kärst Gerichte wahlweise auch als Menü mit Dessert anbietet, sei eine spontane Idee gewesen, erzählt die 30-jährige Jennifer und lacht. Das komme häufiger mal bei ihnen vor – und das macht wohl auch einen Teil des Erfolgs ihres Familienunternehmens aus, das dienstags bis sonntags von 11.30 bis 21 Uhr geöffnet ist.

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