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Politik will Tagesmütter unterstützen

Finanzieller Zuschuss für die „Windeltonne“

Ladbergen

Als „ein Signal der Politik und und eine Anerkennung der Arbeit der Tagesmütter in Ladbergen“ werten es die Politiker des Gesellschafts-, Kultur- und Sportausschusses. Sie haben auf den Weg gebracht, dass die Tagesmütter fortan finanzielle Zuschüsse für die „Windeltonne“ erhalten. Bis dato entsorgen sie die Windeln ihrer Tageskinder auf eigene Rechnung.

-msm-

Bis dato entsorgten die Tagesmütter die Windeln ihrer Tageskinder auf eigene Rechnung. Die Politik will ihnen nun einen Zuschuss für die „Windeltonne“ gewähren. Foto: Colourbox

„Wenn wir sie nicht hätten, hätten wir in Ladbergen im Bereich der Kinderbetreuung sicher ein großes Problem“, lassen Thomas Kötterheinrich (SPD) und Jens Tiemann (FDP) keinen Zweifel an der Bedeutung der 13 Tagesmütter, die sich in Ladbergen um mehr als 60 Kinder im Alter zwischen einem und drei Jahren kümmern.

Und als sie weiter ausführen, dass „sie einen richtig tollen Job machen, den es zu unterstützen gelte“, und die übrigen Ausschussmitglieder nicken, ist klar, wohin die Reise am Donnerstag geht: Dem von den Tagesmüttern in der vorausgegangen Sitzung des Gesellschafts-, Kultur- und Sportausschusses vorgetragenen Wunsch, sie bei den Kosten ihrer „Windeltonne“ zu entlasten, werden die Politiker zustimmen. Die Frage ist nur, in welcher Form? Denn noch tragen die Tagesmütter die Kosten für die Entsorgung der Windeln ihrer Tageskinder über die private Restmülltonne alleine.

Soll es einen Zuschuss analog der Richtlinien der Laki-Card geben, die Eltern mit kleinen Kindern unter drei Jahren einen Zuschuss in Höhe von 20 bis 40 Euro gewährt? Oder soll es gar eine Zuwendung von 200 Euro für die 240 Liter fassende und normalerweise 274 Euro teure Restmülltonne geben, die die SPD zwischenzeitlich ins Spiel bringt? Am Ende wird es ein Kompromiss, mit dem die Politiker über alle Parteigrenzen hinweg gut leben können.

Wie der Ausschussvorsitzende Kötterheinrich in Erfahrung gebracht hat, verfügen alle Tagesmütter aufgrund ihres Jobs über die große, 240 Liter fassende Restmülltonne. Die sie nicht bräuchten, wenn sie einem anderen Beruf nachgingen.

Ergo verständigen sich die Politiker darauf, ihnen den Preisunterschied zwischen der 120 und der 240 Liter Tonne auszugleichen. „Denn eine Restmülltonne für den privaten Müll brauchen sie ja auch und die sollten wir nicht finanzieren“, sagt Meike Steube-Niemeyer (Grüne) und erntet durchgängig Zustimmung. Das macht unterm Strich eine finanzielle Entlastung der Tagesmütter um jeweils 137 Euro im Jahr. Oder anders ausgedrückt: 1781 Euro Mehrkosten für den Gemeindehaushalt. Thomas Kötterheinrich nennt es „ein Signal der Politik und eine Anerkennung der Arbeit der Tagesmütter in Ladbergen“, was am Donnerstag vereinbart wurde.

Der Beschluss soll – so er vom Rat in dessen Sitzung am 7. Oktober bestätigt wird – als Änderung in die Laki-Card eingearbeitet werden.

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